Bergfahrt

Hoher Göll (2.522 m üNN) / Hohes Brett (2.331 m üNN) 2015

Geschrieben von Thomas Delling.

15.07.2015 - Überschreitung von Hohem Göll und Hohem Brett, mit Ausgangspunkt Klaushöhe

Kopie_von_DSC09789Das 2005 errichtete Gipfelkreuz auf dem Hohen Göll.

Im August 2006 versuchte ich mich schon einmal an der Göll/Brett-Überschreitung. Sie scheiterte, da sich seinerzeit das Quecksilber des Thermometers im 0°C-Bereich aufhielt und ab 2.000 Metern logischerweise Neuschnee den Gipfelaufbau zierte, der zur Umkehr zwang.

Kurz vor 5 Uhr ist die Nachtruhe, in unserem Quartier in Unterau, beendet. Bis zum kostenfreien Parkplatz in Klaushöhe (700 m) nehmen wir der Bequemlichkeit halber das Auto und starten 6:30 Uhr bei 17°C unsere Unternehmung. Zuerst folgen wir für ein paar hundert Meter der Straße Richtung Buchenhöhe. Danach zweigt rechts ein Waldweg, parallel zum Larasbach verlaufend, ab. Er gewinnt schnell an Höhe und windet sich hinauf zur Enzianhütte (1.200 m), welche an der Rossfeldstraße liegt. Wir nutzen jedoch weiterhin die natürlichere Wegform und gelangen nach 55 Minuten straffen Schrittes an die deutsch-österreichische Grenze, zum Eckersattel (1.413 m).

Um nun zum Purtschellerhaus zu gelangen, gibt es zwei Möglichkeiten: den "Salzburger Weg" und den "Deutschen Weg". Wir entscheiden uns für letztgenannte Variante.  Der "Weg" verläuft anfangs auf einem Holzsteig zahllose Stufen steil hinauf, ehe er kurz vor der Hütte wieder "normal" weitergeht. Es ist 7:50 Uhr, als wir das Purtschellerhaus (1.692 m), durch welches die Landesgrenze Bayern/Tirol verläuft, erreichen. Für Ute gibt es einen heißen Kakao und für mich ein alkoholfreies Weizenbier. Nebenbei durchforste ich das Hüttenbuch und finde dabei den Eintrag vom 13./14. August 2006, als der geplante Marsch zum Stahlhaus mißlang. Eine halbe Stunde geht so ins Land. Nun müssen wir aber die Verfolgung aufnehmen, denn kurz vor uns sind sieben Tschechen Richtung Göll aufgebrochen.

Kopie_von_DSC09763Kopie_von_DSC09767Anstieg vom Eckersattel über den Eckerfirst zum Purtschellerhaus.

Um das Haus herum ist alles in Wolken gehüllt und so ist die Sicht stark eingeschränkt. Vielleicht sind wir dadurch aber auch etwas schneller unterwegs, weil wir nicht ständig die sich bietende Aussicht genießen und Zeit mit Panoramafotos vergeuden werden. Der Wegweiser schreibt für den Göll eine Gehzeit von viereinhalb Stunden vor, bis zum Stahlhaus sind sogar acht bis zehn Stunden veranschlagt. Es ist 8:20 Uhr, als wir in die graue Suppe hinter der Hütte eintauchen. Zuerst nehmen einen Trampelpfad durch Wiesen, dann wird es etwas felsiger, mal mit Seilsicherungen, dann auch wieder leicht bergab - wir kommen unseren Vorsteigern näher und haben sie bald komplett hinter uns. Bald hören wir nicht mal mehr ihre Stimmen.

Kopie_von_DSC09770Durch das Purtschellerhaus verläuft die deutsch-österreichische Grenze.

...

Kopie_von_DSC09778Kopie_von_DSC09780 Schusterroute: II. Schwierigkeitsgrad - "Trittsicherheit und Schwindelfreiheit erforderlich".

...

Kopie_von_IMG_20150715_102928Kopie_von_IMG_20150715_112756Hoher Göll und das Gipfelkreuz von Kuchl im Einheitsgrau!

...

Kopie_von_DSC09804Kopie_von_DSC09809Schneefeld zwischen Göllscharte und Archenkopf.       Blick zurück zum Göll-Massiv.

...

Kopieren__2_von_DSC09805Kopie_von_DSC09815Kopie_von_DSC09823Einige Kletterstellen gilt es zu überwinden, ehe man das Gipfelkreuz des Hohen Bretts erreicht.

...

Kopie_von_DSC09827Kopie_von_DSC09833Oberhalb des Jägerkreuzes mit Blick zum Jenner.       Carl-von-Stahl-Haus.

...

Kopie_von_DSC09835Kopie_von_DSC09834Mitterkaseralm.                                                       Blick zurück zum Hohen Brett.

...

Kopie_von_IMG_20150715_164630Kopie_von_IMG_20150715_165747Seltsame Verkehrszeichen gibt es hier!                      Die "erste Adresse" für Bustouristen hat heute zu!

...

...

...


Full Review William Hill www.wbetting.co.uk