Rundenhatz

Test der Heiligabend-Marathonlauf-Strecke im Chemnitzer Stadtpark 2017

Geschrieben von Thomas Delling.

20.08.2017 12:04 Uhr 60,2 km 30 Hm+ 30 Hm- Trainingslauf

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In rund vier Monaten steht der "Heiligabend-Marathonlauf im Chemnitzer Stadtpark" an. Da wird es Zeit, das bestehende Sommerloch, hinsichtlich Wettkampfteilnahmen unsererseits, zu nutzen und wenigstens die Strecke einem ersten Belastungstest zu unterziehen. 

Bevor jedoch die großartige Monotonie des Rundendrehens um Ascota-Sportcenter und Stadtparkteich beginnt, eröffnet der Sonntagmorgenlauf mit Bruno den persönlichen Tagesablauf. Da gibt es die Genußvariante in puncto Streckenwahl und Tempo: die große Steinbergrunde hoch zur Zschopauer Straße und zum Wassertretbecken im Einsiedler Niederwald mit knapp elf Kilometern Distanz und etwas über einer Stunde Laufzeit. Doch wenig später ist es dann vorbei mit Lustig: das Wald- und Wiesenflair des Vormittags weicht einem immerwährenden, gleichbleibenden Wechsel aus Asphalt, Kopfsteinpflaster und minimalem unversiegeltem Parkwegeanteil.

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Ab und zu wurde das längere Rundendrehen im Vorfeld natürlich schon geübt. Eine gewisse Abgestumpftheit ist also vorhanden. Der Dreißiger auf einer vierfach zu durchlaufenden Schlaufe durch Stadtpark und Harthwald und die Marathondistanz auf dem 3.138,2-Meter-Oval zwischen Scheffel- und Heinrich-Lorenz-Straße waren so die "Vorboten" des heutigen Tages. Auch wenn der Fünfziger (von vor zwei Wochen) mit kurzer Badepause im Greifenbachstauweiher sicherlich wesentlich angenehmer daherkommt, ist ein Trainieren von stupiden Wiederholungen viel effektiver für die weitere (erfolgreiche) Abarbeitung des spärlichen 2017er Wettkampfkalenders.

Collage Fotorstauweiher Fotor

Der 2.216,8-Meter-Rundkurs vom Heiligabend-Marathonlauf ist somit das Nonplusultra beim sonntäglichen Zeitvertreib, wenn es darum geht, rund 60 Trainingsplan-Kilometer in einem wirklich langsamen Tempo abzuspulen. Für diesen Nachmittag im Stadtpark kann dann das Auto auch als Verpflegungspunkt mißbraucht werden, schließlich kommt man ja oft genug daran vorbei. Also warten auf der Rücksitzbank des Caddys mehrere Getränkearten, eine Nußmischung, Tomaten, Bananen und Riegel auf die beiden Akteure. Vielleicht erscheint dies etwas überproportioniert, mit fortschreitendem Nachmittag erfreuen sich diese Naschereien jedoch immer größerer Beliebtheit. Zwar sind es nur fünf kurze Pausen, welche wir uns am Fahrzeug gönnen, aber besser man hat, als man hätte. Diese Erfahrung machte ich schon beim (oben angesprochenen) Trainingsmarathon auf der Rosarium-Seite. Nach verhältnismäßig schnellen 30 Anfangskilometern und keinerlei Versorgung, schien mit einem Male der Ofen aus zu sein. Doch dann kam Ute für den Rest der Angelegenheit dazu und hatte zudem die überlebenswichtigen isotonischen Getränke dabei. Heute können wir da aus den Vollen schöpfen - wenn wir wollen.

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Laut Plan sollen Kilometer für Kilometer in sechseinhalb Minuten 'runtergetrampelt werden - ein Tempo, welches zu langsam erscheint und somit der Anfang mit einem Schnitt von 5:50 und 6:10 Minuten eingeläutet wird. Mit fortlaufender Dauer ermüdet dieser "zeitliche Vorsprung" von ganz allein und die Kilometerzeiten passen sich wie von allein der Vorgabe an - so die Erfahrung. Doch heute ist das Ermüden kein allzu großer Faktor und der Trott nimmt kaum an "Tempo" ab. Als Ute, wie vorher ausgemacht, nach 51 Kilometern aussteigt, kann ich sogar noch etwas anziehen - aber nur, weil ich endlich fertig werden will.

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Alles in allem ein schöner Sonntagnachmittag mit Picknick-Korb im Stadtpark. Aber wir waren ja nicht zum Spaß da, sondern zum Test der Laufstrecke für den Frühsport des Heiligabends. Nach rund 111 Kilometern, die wir prüften, kann man den Kurs für den Ansturm des (familiären) Einladungslaufes getrost freigeben. Wurden bei der Premiere 2016 doch nur ganze 328,8 Kilometer von den handverlesenen 14 Teilnehmern zurückgelegt.

Die Einladungen für den 24.12. gehen demnächst raus! Es wird eine kleine Änderung geben, welche den organisatorischen Bereich betrifft - sonst bleibt alles beim alten: kein Startgeld, keine Sehenswürdigkeiten am Wegesrand, daher bestenlistentaugliche Strecke ohne Event-Charakter! 

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