Waldwiese

5. Lauf "Rund um Chemnitz" 2014

Geschrieben von Thomas Delling.

03.05.2014 - 8:08 Uhr - 62,8 km / 1.030 Hm+ / 1.030 Hm- (kein Wettkampf)

Kopie_von_DSC06244Der 3. Mai ist jährlich der (internationale) "Tag der Sonne". Aufnahme 19:40 Uhr in Adelsberg.

Zum nun schon fünften Male luden Siggi und Tilo und ihre tatkräftigen Frauen Simone und Kathrin zur obligatorischen Chemnitz-Umrundung, wie immer 14 Tage vor dem Rennsteiglauf, ein. Schön, wenn dieser Tag dann noch auf den "Internationalen Tag der Sonne" fällt - schlecht, wenn an diesem Tag die (durch das Umweltprogramm der Vereinten Nationen) Geehrte gar nicht in Erscheinung tritt! 

Doch der Wetterbericht hatte für den Tag noch ganz andere Szenarien in petto. Tilo informierte in der Woche regelmäßig über die Wetterprognose, welche sich jedoch auch regelmäßig änderte. Sonne, Regen, Kälte und einmal wurde sogar Schneefall angekündigt - die Palette war breit gefächert und deren Wahrheitsgehalt nur mit dem, der zur Zeit zahlreich aufgehängten Wahlplakate zu vergleichen.

Bei 3°C und leichtem Nieselregen und tiefhängenden Wolken ist die Stimmung auf der frühmorgendlichen Fahrt nach Gablenz bei Ute und mir natürlich nicht sonderlich euphorisch! Doch was soll das Gejammere über das Wetter? Im Vorjahr war es anfangs ähnlich, zwar einen Tick wärmer, aber es wurde trotzdem ein "herrlicher" Tag. Und zwei (namentlich hier nicht von mir genannten) Zweiflern, welche sich permanent "mädchenhaft" zum Thema Wetter äußerten, versicherte ich, das der Lauf "Rund um Chemnitz" wieder Männer aus ihnen machen würde, egal wie das Wetter werden würde.

Nun aber zu den Fakten der Veranstaltung: die Runde ist etwas über 60 Kilometer lang und die Streckenführung verläuft zu fast 100% auf dem gleichnamigen Wanderweg und wird je nach Witterung minimal geändert, nur der Start- und Zielort war stets der Sportplatz des TSV IFA. Das Domizil jener Mannschaft, welche seit 1989 auf Bezirksligaebene dem Fußballsport fröhnte, seit Sommer 2013 allerdings nur noch Kreisoberliga zu bieten hat. Es wurde also höchste Zeit, sich nach einem passenderen Umfeld umzuschauen. Tilo und Siggi fanden es auf der gegenüberliegenden Straßenseite: das Gasthaus "Zum Jungborn".

Für's kleine Jubiläum durften natürlich auch Startnummern nicht fehlen. Ute und ich erhielten (wie im Vorjahr) vom Veranstalter den Zuschlag für deren Herstellung. Nur mußten die Nummern diesmal "bestempelbar" sein, d.h. der offizielle "Rund um Chemnitz"-Stempel sollte darauf Platz und auch Haftung finden können. Also wurden die Vorlagen an ein professionell agierendes Werbeunternehmen zum Druck weitergegeben. Der Preis für die Endfertigung war dabei so sensationell tief, daß Ute den Datenträger mit den Bildern guten Gewissens in die Hände des Mitarbeiters gab.

Beim Abholen staunte sie jedoch nicht schlecht, als sie eine Rolle mit Aufklebern präsentiert bekam. Da war vermutlich die betriebsinterne Kommunikation in der Befehlskette nicht ganz so gut, denn der Platz für die (kostenmindernd ausgehandelte) Firmenwerbung war auch noch leer. Aber vielleicht findet deshalb auch eine der größten Innovationen im Laufsport ihren Anfang beim 5. "Rund um Chemnitz": aufklebbare Startnummern!? Zum Glück gab es aber keine noch größeren Übermittlungsfehler, denn sonst hätten wir uns des Morgens wahrscheinlich mit Zahlen bedruckte Mousepads, Kugelschreiber oder Kaffeetassen an die Hemden "nadeln" müssen. So blieb es beim farbigen Stück Papier, bei dem jeder selbst entscheiden konnte, ob er es nun nach altem Brauch mit Sicherheitsnadeln befestigt oder ganz "trendy" aufklebt.

Namentlich handbeschriftete Klappbecher sind als weitere Neuerung zu nennen. Hierbei orientierten sich die Organisatoren bei den ganz großen Veranstaltungen im Hochgebirge, wo aus Gründen des Umweltschutzes auf Einwegbecher verzichtet wird und ein solcher Becher zur persönlichen Pflichtausrüstung gehört. Der Vorteil beim Lauf "Rund um Chemnitz" ist jedoch der kostenlose Bechertransport von Verpflegungspunkt zu Verpflegungspunkt, was sonst der Läufer selbst übernehmen muß.

Kopie_von_DSC06008Kopie_von_DSC06006Das Teilnehmerfeld im Überblick.

Aufgrund dieser ganzen "Vorgeschichte" komme ich erst jetzt dazu vom Lauf zu berichten. Und nur deshalb startet auch das anfangs 28 Läufer, 2 Radbegleiter und einen Hund umfassende Teilnehmerfeld erst mit achtminütiger Verspätung auf die Runde. Doch schon nach ca. 200 Metern läuft die dreiköpfige (ausschließlich weibliche) Führungsgruppe falsch! Wollten die doch gleich Richtung ehemaliges Ziel, zum IFA-Sportplatz, aber wegen 600 Metern Gruppenlauf kommt doch nun wirklich niemand extra aus Berlin, Dresden oder Thüringen nach Chemnitz!

Nachdem deshalb einige ortskundige "Leithammel" die Führung der Gruppe übernommen haben, läuft es reibungs- anstatt orientierungslos. Noch haben alle gute Laune und erzählen sich die Räuberpistolen von den letztjährigen Läufen, ein Foto hier, ein Zwischensprint zum nächsten Gesprächspartner da - doch wer weiß von all' den Teilnehmern die Entfernung vom Zeisigwald nach Compostella via Jakobsweg? Gegenüber dem 1871er Kriegerdenkmal am D-Flügel steht es angeschrieben - falls es doch jemand übersehen hat, 3.034 Kilometer sind es!

Am ersten Verpflegungspunkt "Am Schnellen Markt" steht dann Siggi unter besonderer Beobachtung. Hatte er doch im Vorjahr beim Weiterlaufen komplett die Orientierung verloren und als "Alpha-Tier" den falschen Weg gewählt. Das passiert ihm jedoch kein zweites Mal. Die Zeit der Rast nutzt er deshalb ausgiebig, um sich mit der Anordnung der abzweigenden Wege bestens vertraut zu machen. Beim Aufbruch der gut gesättigten Läuferschar stellt ihn die Wegfindung vor keine großen Probleme.

Im weiteren Verlauf wird die Sechsruthenwald-Variante der Wiesenpassage nach Draisdorf vorgezogen, auch gegen mein (berechtigtes) Veto, denn bei meinem Trainingslauf vor zwei Wochen gab es dort keine Beanstandungen. Vielleicht sollen wir uns auch nur keine nassen Füße holen, denn nach der nächsten Rast am tiefsten Punkt der Strecke folgt der legendäre, der gefürchtete, der ultimative "Heinersdorfer Bergsprint®". Dort wurden schon für so manchen Teilnehmer die Weichen für den weiteren Verlauf der Tour gestellt: der austrainierte Läufer wird auch weiterhin zu Fuß unterwegs sein, aber es gibt danach auch Umsteiger auf's Fahrrad, im schlimmsten Fall sieht man sich als Beifahrer in einem der Versorgungsfahrzeuge wieder.

Kopie_von_IMG_1296Kopie_von_IMG_1295Die "offizielle" Bergsprint-Ankündigung.                      Familie Schramm trägt geklebte Startnummern.

Als Siegeslorbeer lockt das imaginäre "gepunktete Trikot des Bergkönigs". Niemand hat es zwar jeher zu Gesicht bekommen, aber jeder will es besitzen! Drei dieser Teile habe ich schon auf meinen Teilnahmeurkunden plazieren können, im Vorjahr holte sich Sören den Sieg und dieses Jahr ist mit Sven Wewetzer eine ganz harte Nuß in Sachen Bergauf-Sprint am Start. Da kann ich nur zu etwas unfairen Mitteln greifen, um mir eine Chance auf das Textil zu wahren.

Da ich am Vortag mit Baumschnittmaßnahmen ganz in der Nähe zu tun habe, mache ich mich mit einer Dose Farbspray an den besagten Hang. Im unteren Teil plaziere ich ganz offiziell aussehend den Schriftzug "Bergsprint" und etwas oberhalb der Hälfte das Wort "Ziel". Da sich dort aber nicht das wahre Ziel befindet, wird Sven dort (hoffentlich) seinen Sprint austrudeln lassen und ich kann (mit der zweiten Luft) an ihm vorbeiziehen. Bei Sören bin ich mir nicht so sicher, denn das richtige Ziel kennt er - nur ich kenne nicht seinen aktuellen Trainingszustand.

Der Mob setzt sich also auf der rund 400 Meter langen Anlaufgeraden in Bewegung. Vorn kristallisiert sich schon nach wenigen Schritten eine Vier-Mann-Gruppe heraus, die es ernst zu nehmen scheint. Dirk ist wenig später der erste, der dieses Quartett nach hinten verläßt. Sören taktet derweil vorn immer höher, bis auch Sven nicht mehr mitgehen kann. Heute ist gegen ihn einfach kein Kraut gewachsen und auch ich muß enttäuscht abreißen lassen - mit sicherem Vorsprung wiederholt Sören seinen Vorjahressieg! Habe ich ihm überhaupt dazu gratuliert? Keine Ahnung? Mit blutleerem Kopf und ständig leicht krampfender Beinmuskulatur schleppe ich mich über die folgenden Wiesen und Felder, Kleingartenanlagen und Einkaufscenter zur nächsten Raststätte in Röhrsdorf.

Dort wollte normalerweise Jens "die Legende" Mende als Radbegleiter zum Tross stoßen. Jedoch macht sich bei seinem Nichterscheinen keine Panik im Pulk breit, denn viele kennen ihn gar nicht und viele nicht mehr! Außerdem gilt: Jens' Zuverlässigkeit ist seine Unzuverlässigkeit! Also setzen wir unsere Reise ohne den Erfinder der "Dampflok-Atmung" und den "Bestzeitenvorgeber ohne Training" fort. Auch an den Felsendomen in Rabenstein, unserem nächsten Haltepunkt, ist von ihm nichts zu sehen. Das ist aber nicht weiter schlimm, denn so kann man sich leichter das Maul über ihn zerreißen, als wenn er mit von der Partie wäre.

Zur Mittagszeit treffen wir dann mehr oder weniger angeschlagen auf dem Totenstein ein. Die gleichnamige "Alm" wartet bereits mit den Makkaroni und einer geheizten Gaststube auf uns. Nur wenige fassen den Mut und begeben sich ins Innere des Hauses, denn ein späteres Weiterlaufen fällt definitiv den Stubenhockern schwerer, als den an der kalten Luft Gebliebenen. Eine Stunde Verschnaufen steht hier jedoch auf dem Plan und so ist die Besteigung des Maria-Josepha-Turmes ungeschriebenes Gesetz!

Kopie_von_DSC06081Kopie_von_DSC06117"Überlebenskampf pur" am Totenstein.                      Die Legende ist zurück!

Zuvor werfe ich mir jedoch mein ganzes (beim Begleitfahrzeug aufgegebenes) Wechselequipment über. Die im jugendlichen Leichtsinn zwischenzeitlich übergestreifte kurze Hose weicht dem langen Beinkleid und die (trotz Kälte) verschwitzten Oberteile werden auch komplett gewechselt. So ist die Mittagspause recht angenehm.

Das Mittagsessen sortiert sich auf den ersten steilen Bergab-Metern hinab nach Grüna ordnungsgemäß im Magen ein und so ist auf dem folgenden Straßenabschnitt schon wieder ein ganz normaler Laufschritt möglich. Kurz darauf stockt die Spitzengruppe, dann ein Aufschrei, tumultartige Szenen - Nein, ich fass' es nicht! Rad-, Ski- und Laufsportlegende Jens steht oberhalb der alten Bahnlinie in Grüna am Straßenrand. Fotos, Autogramme, Interviews - das Interesse an ihm ist ungebrochen! Wenn er sich aber weiter feiern lassen will, muß er mit.

Kopie_von_DSC06119Kopie_von_DSC06122Weltkulturerbe Terence Hill & Bud Spencer kontra ...   ... Kommerzialisierung von Sportveranstaltungen.

Durch das große Hallo mit Jens sind Siggi, Frank und ich an das Ende des mittlerweile langgezogenen Feldes geraten. Von dort können wir aber auch gut beobachten, das manch' Teilnehmer über den Grünaer Simmel-Parkplatz laufend, Strecke abkürzt. Die Startnummern sind jedoch registriert und werden beim nächsten Vergehen "entwertet" und der betreffende Läufer wird von der Veranstaltung ausgeschlossen und irgendwo "um Chemnitz" zurückgelassen. So steht es im Kleingedruckten und das wird im Konfliktfall auch gnadenlos umgesetzt!

Die nächste Stärkung gibt es dann schon wieder in Mittelbach, vor dem örtlichen Geldinstitut. Den sehenswerten Weltkulturerbe-Aufkleber auf einem geparkten Mercedes-Transporter werden wohl die wenigsten mitbekommen haben, dafür glühen die Fotoapparate vor den Spiegeltüren der Sparkatze um die Wette. Das Essen beschränkt sich auf ein Minimum, da der Magen noch genug zu verarbeiten hat. 

Der weitere Weg schlängelt sich nun Richtung Neukirchen. Am Waldesrand steht ein Trupp Wanderer, welcher uns vor noch nicht allzu langer Zeit auf dem Totenstein begegnet war. Mit Applaus wird von ihnen höflich die (wegen der großzügigen Pausen) nur unwesentlich schnellere Konkurrenz bedacht. Vielleicht ist dies für einige ehrgeizige Teilnehmer auch so eine Art Wink mit dem Zaunsfeld, denn plötzlich wird vorn immer öfterer "beschleunigt". Der Tross zerreißt immer mehr! Das war aber bei den bisherigen vier Läufen auch stets auf diesem Abschnitt (zwischen Autobahnunterführung und dem nächsten Verpflegungspunkt bei Stelzendorf) zu beobachten. Alles Ermahnen nützt nichts, die Füße sind teils schneller, als gewünscht und so kommt ein sehr langgezogenes Feld am VP "Luthereiche" an.

Dieser Treff ist allerdings neu. Anfangs gab es den Imbiß auf der Kuppe gegenüber der Wetterwarte, dieser ist jetzt jedoch mit Feldsteinen "verbaut" und deshalb nicht mehr nutzbar. Im Vorjahr wurden deshalb Speis und Trank an der Kreuzung Stelzendorfer Straße / Schaftreibe gereicht, doch dort war es eindeutig zu laut. Nun wird eben 150 Meter weiter an der 1883 gepflanzten Luthereiche serviert.

Im weiteren Verlauf der Runde werden beim Durchlaufen des Heckert-Wohngebietes diverse Dialoge aus dem Kultstreifen "Ritter der Kokosnuß" gefestigt, denn am unteren Ende des Hutholzes wartet an der Klaffenbacher Ölbude die sogenannte "Brücke des Todes". Im Film stellt der Wächter der Brücke drei Fragen und nur wer sie richtig beantwortet "darf das andere Ufer seh'n". Der "Mann aus Szene 24" fehlt dann jedoch bei unserem Eintreffen an dem maroden Bauwerk und so können wir alle sicher die Brücke passieren.

Im Harthwald wollte Radbegleiter Jens (geplanterweise) zu seinem Anwesen abbiegen. Doch er hat Gefallen an der Runde gefunden, auf der früher stets "nur" zweite Plätze einfuhr - egal ob beim Bergsprint oder beim damals noch üblichen Schlußetappenspurt. Jetzt fährt er wenigstens noch den Sektor bis zum Wassertretbecken im Einsiedler Niederwald mit ab, den ich vor zwei Wochen (der Bequemlichkeit halber) weggelassen habe. Auch am vorigen Sonntag, als ich mit Ute die Runde nochmal mit dem Rad abfuhr, siegte der innere Schweinehund und wir schenkten uns diesen Abschnitt.

Kopie_von_DSC06135Kopie_von_DSC06178Die bei Läufern gefürchtete "Heckert-Schikane".         Die Ursache des Fischsterbens in der Zwönitz!

Die Aussicht vom Rand des Harthwaldes auf Harthau und Berbisdorf ist zwar nicht schlecht, nur zieht sich der folgende Anstieg aus dem Würschnitztal hinauf zum Aussichtspunkt "Pappel" ewig. Das muß man nicht "freiwillig" laufen oder mit dem Rad abschwitzen, da reicht die Pflicht beim offiziellen Lauf! Zumal der Abstieg ins Zwönitztal nach Einsiedel auch sehr steil und nicht gerade gelenkschonend ist.

Der Wassertret-Wellness-Bereich am Ortsausgang ist bei unserer Ankunft schon mustergültig vorbereitet. Der Kaffee ist ausschankbereit, (selbst gebackenen) Kuchen gibt es (sowieso schon den ganzen Tag) und die von Tilo gebügelten Handtücher liegen griffbereit auf der Bank neben dem Bassin. Das Wasser ist allerdings verdammt kalt und so sind es nur die Tapfersten, welche sich die Füße, zusätzlich zum Rest des Körpers, erfrieren.

Bis hierher haben wir es auch noch nicht geschafft, die 8 Minuten Verspätung herauszulaufen. So hinkt der Zeitplan immer noch, zwar wirklich nur minimal, aber manche Teilnehmer sehen sich dadurch zum Handeln gezwungen. So kommt es erstmals in der Geschichte des Laufes "Rund um Chemnitz" zu mehreren Blockstarts nach einem Aufenthalt an einem Verpflegungspunkt. Nur starten nicht die Schnellsten zuletzt und die Langsamsten zuerst, sondern bunt gemischt. Deshalb kommt es für einige schnellere Läufer auch zu einer unangenehm langen Wartepause an der (alten) Zschopauer Straße.

Die neue Bundesstraße verläuft hier nun ca. 150 Meter weiter südlich, parallel zur alten B174. Auch hier gibt es deshalb eine kleine Streckenänderung, welche für uns allerdings etwas mehr Asphalt bereithält.

Kopie_von_DSC06200Kopie_von_DSC06220Die Augustusburg (im Bild links oben).                       In der Zielgasse sind nur 10 min/km erlaubt!

Wir sind auf der vorletzten Etappe und steuern somit den letzten Versorgungspunkt der Umrundung an. Er befindet sich unterhalb des Adelsbergturmes. Von da geht es nur noch bergab. Aufgrund der Witterung wird leider die landschaftlich reizvolle Variante durch das Eibseegebiet gegen den Radwegabschnitt Euba-Adelsberg getauscht. Somit gibt es doch noch einen kleinen Gegenanstieg, angeblich 16%, der auf Höhe der Staumauer der ehemaligen Eubaer Talsperre endet. Das dort noch eine zusätzliche Kraftmeierei stattfindet, liegt an Sven. Er interpretiert mein "nochmal etwas zügiger" zu einer Art Wettkampf um. Jedoch gelingt es mir, seine Attacke zu kontern und den sicheren Sieg davonzutragen. Vielleicht bekommen wir ja noch vom LVS Medaillen nachgereicht, da just zu diesem Zeitpunkt im (nahen) Pobershau die Landesmeisterschaft im Berglauf stattfindet.

Seit der dritten Auflage gibt es also, wie schon erwähnt, auf dem letzten Abschnitt keine freie Tempowahl mehr. Es ist ja auch ein Gruppenlauf und da sollten doch auch alle gemeinsam das Ziel erreichen und nicht jeder für sich. Deshalb wird auf dem Weg nach Gablenz das Feld auch immer wieder "zusammengewartet" und in der Zielgasse sind sowieso nur 6 km/h (resp. 10 min/km) zugelassen.

Nach 9:36 Stunden sind wir wieder an unserem Ausgangspunkt angelangt. Bei der Netto-Laufzeit hat Ute 6:49 Stunden ermittelt, was in etwa dem vorgesehenen Schnitt von sechseinhalb Minuten entspricht.

Die Duschen befinden sich heute am Ende des Biergartens - es gibt kaltes Wasser aus grünem Schlauch. Damit werden auch die letzten mädchenhaften Züge vom sportgestählten Körper gespült. Danach geht es ins Innere der Gartenkneipe, wo reichlich gefüllte Teller auf die Hungrigen warten. Das ist zwar jetzt blöd für Simone und Kathrin, die jetzt bestimmt denken, ihre Kost war nicht ausreichend und nicht gut genug. Um diese Gedanken im Keim zu ersticken, werden sie mit (von den Teilnehmern gesponserten) Blumensträußen ruhig gestellt.

Gegen 19:30 Uhr brechen wir auf, da wir noch zur Geburtstagsfeier von Martin wollen. Zu dieser Zeit wird dann auch erstmals am Tag die Sonne über Chemnitz aktiv ...

Die Kilometer-Laufstatistik von "Rund um Chemnitz"
(basierend auf Siegfried Beyers Aufzeichnungen):

305  Siegfried Beyer, Burgstädter LV (61 61 61 61 61)
305  Thomas Delling, LV Limbach 2000 (61 61 61 61 61)
286  Tilo Kozlik, Chemnitz (61 61 42 61 61)
244  Ute Herfurt, LV Limbach 2000 ( -- 61 61 61 61)
244  Juliane Pella, SG Adelsberg (-- 61 61 61 61)
244  Antje Spillecke, LAC erdgas Chemnitz (-- 61 61 61 61)
244  Jörg Spillecke, LAC erdgas Chemnitz (-- 61 61 61 61)
183  Heike Bergmann, TSV Zeulenroda (61 -- 61 -- 61)
183  Annett Naumann, RLSG Leisnig (-- -- 61 61 61)
183  Sören Schramm, Chemnitzer LV Megware (-- -- 61 61 61)
183  Dirk Schreiber, RLSG Leisnig (-- -- 61 61 61)
167  Martina Altmann, Dippoldiswalde (-- -- 61 61 45)
155  Andreas Giesow, Chemnitz (-- -- 33 61 61)
149  Stefan Rasche, Freiberg (50 55 44 -- --)
138  Frank Kindlein, Burgstädter LV (11 33 -- 33 61)
132  Steffen Scheitig, Plauen (33 33 33 33 --)
122  Uwe Berthold, Burgstädter LV (-- -- 33 61 28)
122  Stefan Geißler, LT Nordkreuz Berlin (-- -- -- 61 61)
122  Jan-Per König, LT Nordkreuz Berlin (-- -- -- 61 61)
122  Jürgen Lange, Westend Sport Plauen (61 61 -- -- --)
122  Ina Lau, LT Nordkreuz Berlin (-- -- -- 61 61)
122  Mathias Lau, LT Nordkreuz Berlin (-- -- -- 61 61)
122  Jens Mende, LV Limbach 2000 (61 61 -- -- --)
122  Frank Noa, Olbernhau (-- -- 61 61 --)
111  Siegfried Scheibe, VfB Hellerau-Klotzsche (-- -- 50 61 --)
111  Joachim Smietana, Westend Sport Plauen (61 50 -- -- --)
 90   Heike Noa, Olbernhau (-- -- 56 34 --)
 87   Yvonne Schramm, Chemnitzer LV Megware (-- -- -- 49 38)
 72   Petra Schumann, Chemnitz (-- -- 28 44 --)
 61   Cornelia Balke, LG Mauerweg Berlin (-- -- -- 61 --)
 61   Gunter Blaas, Post SV Chemnitz (-- -- -- -- 61)
 61   Ute Blumtritt, Chemnitz (-- -- -- 61 --)
 61   Olaf Fischer, Burgstädter LV (-- -- -- -- 61)
 61   Mandy Herold, Chemnitzer LV Megware (-- -- -- -- 61)
 61   Manuel Hille, Chemnitz (- -- -- -- 61)
 61   Andre Lange, Bad Endorf (-- -- 61 -- --)
 61   Ralph Mahl, Flitzteufel Bad Elster (-- -- -- 61 --)
 61   Ulrike Mahl, Flitzteufel Bad Elster (-- -- -- 61 --)
 61   Peter Schneider, SV Sachsenring Hohenstein-E. (-- -- -- 61 --)
 61   Heiko Stockhecke, Frankenberg (-- -- -- 61 --)
 61   Mandy Stockhecke, Frankenberg (-- -- -- 61 --)
 61   Rene Wallesch, Geesthacht (-- 61 -- -- --)
 61   Sven Wewetzer, TSV Flöha 1848 (-- -- -- -- 61)
 61   Harry Wötzel, SG Neukirchen/E. (-- -- -- -- 61)
 56   Sven Kleinert, Burgstädter LV (-- -- 56 -- --)
 56   Nico Kristalla, FZA Chemnitz (-- 28 28 -- --)
 44   Jörg Präfke, MTB Totenstein Chemnitz (-- -- 44 -- --)
 41   Marie Schwöppe, TSG Kleinostheim (-- 41 -- -- --)
 40   Holger Günzel, München (17 23 -- -- --)
 38   Rolf Fuchs, Chemnitz (-- -- -- -- 38)
 33   Simone Beyer, Burgstädter LV (-- 11 11 11 --)
 33   Christian Poppitz, Zeulenroda-Triebes (-- -- 33 -- --)
 28   Tina Binder, Westend Sport Plauen (28 -- -- -- --)
 22   Rüdiger Pörschke, Chemnitz (22 -- -- -- --)
 21   Gert Schlegel, USG Chemnitz (-- -- 21 -- --)
 12   Carola Hering, Chemnitz (12 -- -- -- --)
  6   Jana Brunner, Chemnitz (-- 6 -- -- --)
  6   Timo Lindner, Chemnitz (6 -- -- -- --)

Bilder vom Lauf "Rund um Chemnitz"


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