Waldwiese

8. Ottonenlauf Stiege 2014

Geschrieben von Thomas Delling.

02.08.2014 - 7:00 Uhr - 69 km / 500 Hm+ / 857 Hm- (Supermarathon)

Kopie_von_IMG_1587Vorm Start in Stiege: Noch ist die Welt in Ordnung!

Um 3 Uhr schellt der Wecker - die Nacht ist beendet! Der Sonnabendausflug in den Harz steht bei Ute und mir auf dem Plan und Ottonenlauf nennt sich die dazugehörige Laufveranstaltung. Von reichlich guten Kritiken und einem sensationell niedrigem Startgeld "geködert", wollen wir uns von der Geschichte unser eigenes Bild machen, zumal wir beide auch noch nie in dieser Gegend waren.

Also nehmen wir den 4-Uhr-Wagen Richtung Stiege und sind kurz nach 6 Uhr im Startort des Supermarathons. Die Nachmeldung ist bis kurz vor dem Start noch problemlos möglich und für gerade einmal 30 Euro (incl. Nachmeldegebühr) ein Schnäppchen.

Vor dem Start erfolgt eine kurze Ansprache vom Veranstalter, bei der auch der Bürgermeister und der Landrat noch ein paar Worte zum besten geben - alles im Beisein einer (harztypischen) Hexe. So erfahren wir noch, das die Strecke "idiotensicher" mit gelben Pfeilen oder Punkten markiert wurde. Damit ist ein Verlaufen nahezu unmöglich, da der Weg nach Quedlinburg zusätzlich mit dem rot-weißen Schild des "Selketal-Stieges" gekennzeichnet ist.

Alle Informationen zum Lauf sind bei mir gespeichert, fehlt nur noch der Start(schuß)! Via Telefon wird die Zeitmessung im Quedlinburger Ziel per Herunterzzählen über diesen informiert. Endlich geht es los! Auf den Feldwegen der ersten Meter heizt die stehende warme Luft schon mächtig ein. Es soll aber noch viel Wald kommen und das beruhigt!

Kopie_von_DSC07297Kopie_von_DSC07299Start am Bahnhof in Stiege: 73 Teilnehmer.                Im Selketal zw. Güntersberge und Straßberg.

Bei mir läuft es erstaunlicherweise recht gut, auch mit selbstauferlegter leichter Drosselung des Tempos, gelingt mir stets ein Schnitt von deutlich unter 5 Minuten. Das ist zwar (für meine Verhältnisse) immer noch viel zu schnell, anderseits möchte ich diesen Schwung auch nutzen. Vor 14 Uhr würde ich schon gerne im Ziel ankommen und dafür reicht ein 6er Schnitt. Es türmt sich also schon jede Menge "Süßkraut" für die schwierigeren Kilometer auf.

Nach der ersten Wasserstelle in Güntersberge bei rund 11 absolvierten Kilometern verspüre ich einen langsam stärker werdenden Schmerz im rechten Oberschenkel. Da ist wohl der nötige Erholungsprozeß von der Vorwoche doch noch nicht vollständig abgeschlossen? Die, durch die Kälte und vom Bergablaufen, stark belastete Muskulatur ist eben noch nicht wieder für irgendwelche "Großtaten" bereit. Ich muß die Schritte kleiner setzen, deshalb mehr Tippeln als Laufen.

Mit bevorstehenden 58 Kilometern ist es aber auch noch 'ne ganze Menge Holz, die da zu hacken ist. Also stelle ich meine sportlichen Ambitionen hinten an und versuche mich irgendwie über den Rest der Strecke zu mogeln. Jetzt heißt es für mich, von Verpflegungsstelle zu Verpflegungsstelle denken, um dort, durch eine "wohldosierte" Standzeit den Beinen etwas Ruhe zu gönnen.

Der erste Anstieg der Strecke nach dem dritten Versorgungsposten kommt mir ganz gelegen, da mir hier "große" Schritte sowieso nichts nützen würden. Wenig später folgt das für Kilometer 20 angekündigte Sperrband über den Weg, welches wir aber ignorieren sollen. Holzeinschlag! Jedoch nicht heute, denn es wird nur das geschlagene Holz gerückt und gepoltert, so sieht es zumindest durch das angrenzende Dickicht aus, wo ab und zu mal ein Greifer mit Baumstämmen hinter den Büschen auftaucht. Der Weg ist jedoch in einem tadellosen Zustand, was bei der Holzbringung nicht immer Usus ist.

In Alexisbad, dem Startort des Marathons (45,2 km), greife ich ordentlich bei der Verpflegung zu - zweites Frühstück sozusagen. Der eindrucksvollste Abschnitt des Selketal-Stieges folgt hoch über dem Ort. Schmal schlängelt sich der Pfad an den Felsen entlang. Die Verlobungsurne, die Köthener Hütte und ein Kreuz "dem Vater Alexius zum Gedächtnis" säumen dabei den Weg. Zwischendrin der in den Felsen geschlagene Pioniertunnel, der rund zehn Meter lang und fast zwei Meter hoch ist, aber nicht komplett durch das einfallende Sonnenlicht ausgeleuchtet wird.

Beim Durchlaufen des Tunnels gibt es einen dumpfen Schlag gegen den Kopf und ich gehe zu Boden. Aha, die "lichte Höhe" nicht beachtet, fährt es mir urplötzlich durch den schmerzenden Kopf. Eine größere Beule und eine "Hautverfärbung" meiner schon gelichteten Stirn werden später von dieser Aktion zeugen. Meine Mütze verhinderte hierbei "Schlimmeres", wobei sie aber auch diesen "Unfall" verursachte, da mir durch das Dach der Mütze die Sicht nach oben genommen war. Wie dem auch sei, jetzt konzentriere ich mich eben mal kurz auf die Kopfschmerzen und nicht auf das Ziehen im Oberschenkel.

Kopie_von_DSC07308Kopie_von_DSC07311Durch diesen Tunnel werden sie kommen!                  Laufstrecke vom Feinsten, der Selketal-Stieg.

Nach Mägdesprung folgt Tunnel Nummer 2, direkt an der Selke gelegen und mit nur rund drei Metern Länge eher ungefährlich. Trotzdem ist stark gebückter Gang meinerseits von Nöten, um diese Stelle sicher zu passieren. Auf einer Wiese warten zwei Frauen auf die ankommenden Läufer mit Speis und Trank, außerdem steht eine Zinkwanne mit Duschkopf bereit. Ein kurzer Schwatz ergibt sich. Es geht dabei um Sachsen, den Harz und den Lauf. Und das sie ihrerseits überprüfen, ob ich im Ziel ankomme. Eine Drohung? Eher eine Motivation! Ich habe aber schon ganz schön mit meinem Bewegungsapparat zu kämpfen. Die Hälfte ist fast geschafft, also wird der Rest auch noch!

Kopie_von_DSC07315Kopie_von_DSC07323Stellenweise bietet sich eine phantastische Aussicht.    Ganz nobel: der VP an der Talmühle bei km 42,2.

Durch das Naturschutzgebiet Selketal schlängelt sich nun der Weg neben dem Fluß entlang - alles flach und somit bestenlistenfähig. An der Talmühle ist die Marathondistanz geschafft, so zeigt es jedenfalls meine Uhr an - mit 3:59:55 Stunden nichts Weltbewegendes! Ein Trupp Wanderer ist gerade ins Gespräch mit den zwei Herren am nobel hergerichteten Buffet vertieft, als ich am Verpflegungsstand eintreffe. Ich brauche jedoch nur etwas zu Trinken und zwei Becher zum Duschen, dann bin ich auch schon wieder verschwunden.

In Meisdorf führt eine Schleife durch die Grünanlagen des Parkhotels "Schloß Meisdorf". Auf einem Schild wird vor fliegenden Golfbällen gewarnt und am VP steht wieder eine Dusche zur Verfügung. Laut Zählung des Pressefotographen liege ich auf Platz 9, werde aber an der Verpflegung gleich noch von zwei Läufern überholt. Da wird sich auch noch viel ändern, meine ich im Kurzdialog mit ihm.

Kopie_von_IMG_1610Kopie_von_DSC07329Schloß Meisdorf bei Kilometer 45,2.                           Privater VP mit Duschmöglichkeit in Ballenstedt.

Die zwei Männer sind im Anstieg des Waldes erstmal weg! Auf einer Lichtung habe ich nochmal kurz Blickkontakt zu einem der beiden, aber das war's! Da auch von hinten niemand nachrückt, kann ich ganz entspannt an einem privaten Verpflegungspunkt in Ballenstedt eine Dusche nehmen. Der offizielle VP wäre dann auch nicht mehr weit, versichern mir die Frauen beim Weitermarsch. Noch etwas Straße, dann ein kurzer Wiesenabschnitt ("Bienenwiese"), ein paar Ecken durch den angrenzenden Wald und schon ist der Schloßpark Ballenstedt erreicht, wo der örtliche Volleyballverein die Versorgung der Läufer unter seine Fittiche genommen hat.

Hier huscht dann auch der erste Marathon-Läufer kurz über die Bildfläche, denn so schnell wie er ankam, ist er (mit einem Becher Wasser) auch wieder verschwunden. Nun rechne ich mit weiteren Überholvorgängen von Startern des Marathons, aber es dauert noch eine halbe Stunde, ehe sich ein weiterer Läufer mit blauer Startnummer an mir vorbeischiebt. Bis dahin döste ich allein vor mich hin, nur mal unterbrochen durch aggressives Hundegekläff oder aufdringliche Fliegenattacken, die ich mit meiner Mütze abwehrte. Ich versuche es erst gar nicht mich in seinen Windschatten zu hängen, zu stark "blockiert" der Muskel im Oberschenkel.

Am Osterteich, der bei diesem Wetter sicherlich die bessere Betätigungsfläche bietet, warten vier ältere Herrschaften mit den nächsten Erfrischungen. Ein Schild "14 km bis zum Ziel" klemmt unter einer Schüssel. "Was, so weit noch?", frage ich. "Jaha, nur noch 14 km - Schade, oder?", so die Antwort. Da zeigt mir meine Uhr aber etwas anderes an! Kurz darauf gleicht ein (an einem Baum angebrachter) 13-Kilometer-Zettel jedoch die bestehende Differenz aus und ich wähne mich wieder mit den, durch den Kopf geisternden Zahlen im Lot.

Der Weg (Ostergrundweg) führt nun ständig leicht steigend an einem Bach (Weißbach) entlang, ein Teich (Heiligenteich) wird passiert und die Selketalbahn schnauft ein paar hundert Meter neben mir durch den Wald. Alles in Ordnung, denke ich. Nur dieser elend lange Anstieg stand doch so nicht auf dem Plan? Gelbe Pfeile muß es allerdings nicht geben, da nirgendwo ein Weg abgeht. Und so trotte ich langsam vor mich hin, stets die Kilometrierung auf der Uhr im Blick. Weit ist es ja nun nicht mehr!

Doch warum kommt von hinten kein weiterer Läufer, der mich in meinem Schneckentempo überholt? Das hatte ich doch vorhin erst: ewig lang keine Markierung und ich war trotzdem richtig! Zum Glück höre ich schon von weitem eine Straße. Dort wird wieder einer der freundlichen Posten stehen und die Welt ist wieder in Ordnung. Doch weit gefehlt! Als ich mich der Straße nähere, sehe ich niemanden. Komisch! Auch nach längerem Suchen finde ich keine gelben Pfeile. Verlaufen! Was nun? Den gesamten Forstweg zurück? Nein!

Meine erste Idee, die Straße nach links zu nehmen, verwerfe ich nach einigen Metern. Rechts ist besser, das müßte nach meinem Orientierungssinn eher Richtung Quedlinburg führen. Da taucht aus dem Wald ein Läufer mit blauer (Marathon-)Nummer auf. Er guckt genauso bedattert ins Rund der Kreuzung, wie ich vor ein paar Minuten.

Wenig später befragt er einen vorbeikommenden Autofahrer, welcher uns nach rechts einweist. Nach ca. anderthalb Kilometern stände ein Streckenposten am Straßenrand, so ungefähr 10 Kilometer wären es noch bis Quedlinburg. Wir queren also die Selketalbahnstrecke und laufen, in unsere unterschiedlichen "Tempogruppen" getrennt, am Straßenrand entlang Richtung Haferfeld, wo rechterhand ein Forstamtshaus steht. Aber der anderthalbe Kilometer ist noch länger und so dauert es, bis ich endlich einen Mann in Orange ausmache.

Kopie_von_DSC07336Kopie_von_IMG_1616Der Heiligenteich (nur durch Extrarunde erreichbar).   Die Selketal-Bahn.

Freundlich winkt mich der Streckenposten von der Straße links in den Wald. Bis zum Ziel wären es nun noch rund 10 Kilometer, meint er. Das klingt schlecht! Mit rund 8 Kilometern hatte ich ja noch gerechnet, aber nicht mit zehn. Der Riemen ist 'runter! Gehschritt bergab - dabei werde ich von mehreren Läufern überholt, was mir aber jetzt auch egal ist, denn zeitmäßig rette ich hier sowieso nichts mehr! Manchmal packt mich jedoch mein klitzekleiner Ehrgeiz und bewegt mich wenigstens zu kleinen Tippelschritten, aber richtig "Tempo" werde ich nicht wieder aufnehmen, zumal mir die Schmerzen im Oberschenkel nun noch stärker vorkommen.

Aufgeben? Ist ungünstig, da ja nur von Quedlinburg die Busse zurück nach Stiege fahren. Also muß ich die Zähne zusammenbeißen - sind es heute eben 75 Kilometer, die ich im Trainingstagebuch notieren kann. Eine sofortige "Ursachenforschung", wo ich denn nun falsch abgebogen bin, entfällt. Das schau ich mir später beim Auslesen der Daten von der Uhr auf dem Rechner mal an. Jetzt kämpfe ich erstmal (doch etwas halbherzig) gegen noch größeren Zeitverlust.

Am unteren Waldende, oberhalb von Gernrode stehen zwei Frauen, die Getränke aus dem Kofferraum ihres Autos verteilen, dazu stehen zwei Wannen mit Wasser zum Erfrischen zur Verfügung. Der offizielle VP Hagenthal folgt rund 500 Meter später. Die Abschnitte zwischen den Labestellen werden jetzt immer kleiner. Noch 2,5 Kilometer bis Bad Suderode zum nächsten Erfrischungspunkt. Ich habe keine Eile mehr und nutze das jeweilige Angebot zur Genüge.

Am VP Bückemühle prangt ein Schild "Noch 5,1 km bis zum Ziel", welches kurz darauf mit einer Aufschrift ("Lächeln behalten - noch 6 Kilometer!") auf dem Asphalt nicht ganz 1:1 "bestätigt" wird. Das macht es nun wahrlich nicht einfacher! Auch am nächsten Getränketisch an der Straße nach Quedlinburg wird das (hoffnungsvolle) "noch 2,5 km" mit einer 3 auf dem Radweg sofort wieder pulverisiert. Die angeschlagenen 1,4 Kilometer beim letzten Imbiß in Quarmbeck würden stimmen, bekomme ich von den Frauen versichert.

Einen Walker kann ich mit Ach und Krach noch überholen - zum zweiten Mal, nachdem ich ihn in Ballenstedt schon passiert hatte. Das läßt nichts Gutes erahnen. Bin ich etwa Letzter? Besenläufer? Zum Glück kommt von hinten noch eine Marathon-Frau. Sie muß nun wirklich nicht noch an mir vorbei! Deshalb straffe ich mich für den Zieleinlauf auf der Tartanbahn noch einmal und versuche Haltung zu bewahren.

Nach 8:15:35 Stunden ist es endlich geschafft und ich bekomme meine Medaille. Meine Uhr zeigt die vermuteten 75 Kilometer an, dazu ein paar Höhenmeter mehr - ein schwacher Trost. Natürlich ist Ute schon im Ziel, obwohl sie mich nicht überholt hat. Sie ist schon geduscht, daher ahne ich: Ute hat gewonnen! Und ich habe auf dem letzten Abschnitt immer mal an ein Zurückfallenlassen auf Ute gedacht, das wäre ja total schief gegangen. Vielleicht wäre Ute auch ohne meine "Extrarunde" an mir vorbeigezogen? Deshalb gab es von übergeordneter Stelle die Zusatzschleife für mich, damit die Schmach wenigstens eine Erklärung bereithalten kann.

Ich freue mich jedoch riesig über Ute's Erfolg und hasse mich gleichzeitig schon ein wenig. Wie konnte ich mir diesen wunderschönen Landschaftslauf nur so versauen? Das Verlaufen war meine Schuld, da kann niemand anderes was dafür, denn die Strecke war hervorragend markiert. Ute hätte ein Verlaufen von mir nie und nimmer vermutet, da ich doch sonst immer der "Koordinator" unserer Touren war. Sie hatte schon mit einer Verletzung gerechnet, da ich nicht vor ihr im Stadion "Moorberg" war.

Die Vorschußlohrbeeren für die Veranstaltung wurden bestätigt oder übertroffen! Sehr gut organisiert, hilfsbereite und freundliche Helfer, dazu eine landschaftlich sehr schöne Streckenführung ("lästige" Straßenabschnitte gibt es nun mal überall!) - der Ottonenlauf ist auf alle Fälle ein Muß!

Ergebnis Supermarathon - Männer:

1. König, Yves (Team Erdinger Alkoholfrei) - 1. M40 - 5:43:58 h
2. Prochaska, Jan (LG Nord) - 2. M40 - 5:51:53 h
2. Vanicek, Michael (LG Nord) - 2. M40 - 5:51:53 h
4. Marquardt, Christian (Team Ultra Sports) - 1. MHK - 5:56:44 h
5. Maisch, Andreas (EK Schwaikheim) - 1. M30 - 6:00:38 h
6. Arndt, Tiemo (MADEAST 500) - 2. M30 - 6:13:54 h

40. Delling, Thomas (LV Limbach 2000) - 17. M40 - 8:15:35 h

Ergebnis Supermarathon - Frauen:

1. Herfurt, Ute (LV Limbach 2000) - 1. W50 - 7:35:26 h
2. Berkath, Petra (TV Jahn Walrode) - 1. W40 - 7:49:51 h
3. Meinberg, Anke (LC Blue Liner) - 1. W60 - 7:54:37 h
4. Selent, Andrea (Wunstorf) - 2. W40 - 8:10:15 h
5. Balke, Cornelia (LG Mauerweg Berlin) - 3. W40 - 8:45:26 h
6. Frühauf, Sylvia (100 Marathon Club) - 2. W50 - 8:46:59 h

Kopie_von_DSC07358Kopie_von_DSC07361Siegerehrung der Frauen (Supermarathon)                 Die Ahnengalerie des Ottonenlaufes.

Veranstalterseite: www.ottonenlauf.info


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