Waldwiese

11. ULF (Ultra-Lauf Fichtelberg) 2015

Geschrieben von Thomas Delling.

05.04.2015 - 6:55 Uhr - 60,7 km / 1.605 Hm+ / 710 Hm- (Trainingslauf)

Kopie_von_DSC08829 Der "Osterspaziergang" im tiefverschneiten Erzgebirge.

Ja der gute alte "ULF"! Er hatte sich in vergangener Zeit sehr rar gemacht, schließlich stand die bisher letzte Austragung 2013 auf dem Programm. Es wurde also mal wieder Zeit, dem Fichtelberg einen Besuch abzustatten. Die Idee (von der Wiederbelebung) war allerdings nicht auf meinem Mist gewachsen, sondern stammte von Siggi.

Mit einer Anfrage per E-Mail setzte er die Vorbereitungen für diese schon fast vergessene österliche Tradition wieder in Gang. Bei der Terminwahl mußte der (von Siggi bevorzugte) Karfreitag wegen Utes Oma-Enkel-Tag verworfen werden. Der Sonnabend kam erst recht nicht in Betracht, da ich stolzer Besitzer dreier Eintrittskarten für das ausverkaufte Fußball-Sachsenderby zwischen Chemnitz und Dresden war - dem Klassenkampf "Graue Maus" gegen "Sachsens Gloria": der CFC - fußballerisch immer nur eine Randerscheinung (seit 1982 verfolge ich diese Entwicklung nun schon sehr intensiv) gegen die Polizeifußballer aus der Landeshauptstadt, die seit Menschengedenken den "Nabel der Welt" darstellen. Der Lauf konnte also nur am Ostersonntag stattfinden!

Im Internetportal der "Chemnitzer Läufer" schaltete ich sofort eine Anzeige, die positive Resonanz hielt sich jedoch in Grenzen. Dafür gab es aber jede Menge haarsträubende Absagen, von "Urlaub" über "Urlaubsvorbereitung" bishin zu "das ist mir zu zeitig". Man muß jedoch im Leben auch Prioritäten setzen können und die sind/waren eben nun mal: sonnabends Sachsenderby und sonntags ULF!

Kopie_von_IMG_20150406_070134Kopie_von_IMG-20150404-WA006Meine Annonce im kmspiel.de ...      ... mit dem Schwung vom Derbysieg zum "Dach Sachsens"!

Der Samstag-Abend verläuft wie immer nach prestigeträchtigen Fußballspielen: ich muß mich im einstündigen Telefonat bei einem Hansa-(Rostock)-Konsument aus dem nahegelegenen Harthwald für den mit 2:0 viel zu niedrig ausgefallenen Derbysieg nahezu entschuldigen. Im Gegenzug wird mir immer wieder die rosarote Welt des intakten Küstenfußballs schmackhaft gemacht. Ich versichere ihm aber, daß ich entgegen aller seiner "Belehrungen" und Mutmaßungen zum Chemnitzer Grotten-Fußball, die Euphorie des Sieges zum Kompensieren meiner krankheitsbedingten "Lauffaulheit" der letzten vierzehn Tage nutzen werde, um eventuelle Leistungsdefizite beim Lauf zum Fichtelberg zu überbrücken.

Diese eine Stunde fernmündliche Aufklärungsarbeit von Jens fehlt mir jedoch bei der abendlichen Zusammenstellung der Laufausrüstung, was daher auf den nächsten Morgen verschoben werden muß. Wichtiger ist nämlich erstmal die kartographische Umsetzung der angekündigten neuen Streckenführung. Der Finger fährt deshalb etwas westlicher des ursprünglichen Verlaufs auf der Wanderkarte nach unten. Die nahegelegenen Sehenswürdigkeiten werden zudem erfaßt und kurz darauf steht die endgültige Route, inklusive zweier Verlängerungs- oder Ausweichstrecken.

Mit -3°C und bedecktem Himmel zeigt sich der Sonntagmorgen recht lauffreundlich. Neben Stempelbuch und ein paar Wechselklamotten für "oben" presse ich noch sechs "Snickers" (für Ute und mich) und zwei Trinkflaschen in den Rucksack. Der Start vor der Haustür verzögert sich geringfügig, da das Satellitenbedienpersonal scheinbar beim Ostereiersuchen ist, anstatt unsere Uhrensignale in ihre Datenbank aufzunehmen.

An der Endhaltestelle in Altchemnitz warten dann wirklich nur die zwei angekündigten Mitstreiter Gunter und Siggi auf uns. Ein eventueller "Überraschungsgast" fehlt! Während Gunter schon rund sechs Kilometer im Gepäck hat, da er von Gablenz zu Fuß anreiste, macht Siggi als einziger seine Uhr erst hier an. Der bekennende Warmduscher (laut eigener Aussage) ist doch wirklich aus Wittgensdorf mit dem Auto angereist - ohne Worte!

Bevor wir uns auf den Weg durchs Würschnitztal zum Klaffenbacher Wasserschloß machen, muß ich das Fehlen der versteckten Osternester am Wegesrand (welche dem "Entdecker" Zeitgutschriften gebracht hätten) bekanntgeben. Ich wollte durch diese Aktion in die Sphären der luxuriösen Trainingsbedingungen des Burgstädter Laufvereins vorstoßen, wo Verpflegungspunkte an der Strecke zum guten Ton gehören. Das hätte bestimmt nicht nur BLV-Mitglied Siggi imponiert! 

Kopie_von_DSC08771Kopie_von_DSC08775Gemeinsamer Start in Altchemnitz.                            Fichtelberg No. 1 (bei Jahnsdorf)

In Chemnitz ist vom am Gründonnerstag gefallenen Schnee nicht mehr viel zu sehen. Die Straßen und Wege sind frei und somit ein zügiges Vorankommen garantiert. Während des "Warmlaufens" auf den Straßenabschnitten in Harthau und Klaffenbach erkläre ich Siggi ausführlich die Anfänge der Chemnitzer Fußballgeschichte mit all ihren wichtigen Vereinsfusionen und Namensänderungen, sowie den dazugehörigen Vereinsanlagen und Standortwechseln, zeige ihm zudem den Unterschied zwischen dem neumodischen "Fußballkonsument" und dem traditionellen "Fußballfan" auf und nenne Beispiele von "Retortenklubs", die einst durch Zwangsumsiedlung oder neuerdings durch schwerreiche Gönner entstanden sind. 

Vorbei am Wasserschloß durch den Wald am Schlemmteich gelangen wir kurz darauf nach Adorf, wo der langgezogene Anstieg zum "ersten" Fichtelberg der heutigen Trainingseinheit beginnt - dem 486 Meter hohen Aussichtspunkt bei Jahnsdorf, der weder Fichten sein Eigen nennt, noch ein bergiges Gesamtbild abgibt. Die Fernsicht ist heute zudem noch unter Verschluß, so daß wir uns nach einer Fotopause gleich wieder in die Spur hinauf zur Erzgebirgs-Nordrandstufe begeben. Entlang des Eisenweges erreichen wir den Wanderknotenpunkt Jägerhorn (546 m), wo wir Richtung Thalheim (450 m) abbiegen.

Kopie_von_DSC08785Kopie_von_DSC08795Ostern in Thalheim ...                                               ... Winter am Huthübel.

Vom Geläut der Kirchglocken begleitet, queren wir die Stadt und gelangen entlang der Bahnlinie zur Miniaturschauanlage Rentners Ruh. Von dort wählen wir den sogenannten Pionierweg, einen Naturlehrpfad, durch den angrenzenden Lohwald Richtung Hormersdorf. Mit jedem Höhenmeter mehr auf der Uhr nimmt ab dem Christelgrund auch die Schneemenge zu. Alles im vertretbaren Rahmen, aber kein guter Vorgeschmack auf die höheren Lagen, die noch kommen. 

Wir machen einen kurzen Abstecher zum Huthübel (587 m) mit seinem Ehrenmal für die im Ersten Weltkrieg gefallen Soldaten Hormersdorfs. Es folgt die Ortsdurchquerung und kurz darauf verschwinden wir im Geyerschen Wald. Die Wege bieten nun bis zu knöchelhohen Schnee an - mal verharrscht mit grobstolligem Reifenprofil von schwerer Forsttechnik oder leicht vereist in breiten, abgetauten Fahrspuren. Das Vorankommen wird zunehmend schwieriger, aber bis zum einzigen heute verfügbaren Verpflegungspunkt, der Jugendherberge am Zufluß des Greifenbachstauweihers, ist es nicht mehr allzu weit.

Nach 27,5 Kilometern biegen wir zur ehemaligen Gifthütte (650 m) ein. Beim Betreten des Vorraumes stellen wir jedoch mit Entsetzen fest, das der inoffizielle Verpflegungspunkt nicht besetzt ist. Da ist bestimmt das gesamte Erzgebirge wieder in die Münchner Allianz-Arena zum Fußball gefahren, denn die Jugendherbergswirtin gehört zweifelsohne zur unblau-weißen Fangemeinde der Gebirgskicker. Unsere Verzweiflung währt jedoch nicht lang. Von der später herbeigeeilten Vertretung bekommen wir (gegen Gebühr) unsere dringend benötigten Getränkeflaschen ausgehändigt. Das greift die mitgeführten Ressourcen nicht an und gleicht den Mineralienhaushalt im Körper auf natürliche Art und Weise wieder aus, da das 1516 eingeführte Reinheitsgebot für diesen Getränketyp chemische Zusätze verwehrt.

Kopie_von_DSC08811Kopie_von_DSC08812Auf geht's zum sonntäglichen Frühschoppen in die Jugendherberge Hormersdorf!

Nach einer halbstündigen Rast brechen wir wieder auf. Jedoch wird das Geläuf schon etwas gewöhnungsbedürftig und wir müssen die erste kleine Streckenänderung in Kauf nehmen. Der geplante Pfad durch den Wald ist natürlich nicht vom Schnee beräumt! Der Hauptweg zwar auch nicht, aber wir nutzen ihn! Später "behindern" uns zusätzlich zum Schnee noch mittig auf dem Weg gezogene Langlaufloipen, die es nicht zu betreten gilt.

Vorbei am Fernsehturm von Geyer nehmen wir den Abstecher zur Königstanne. Danach stehen Leuchtmooshöhle, Zwönitzquelle und Schatzenstein auf dem Plan. Doch so weit kommen wir gar nicht, denn der folgende Weg in diese Richtung ist noch ungespurt, d.h. wir müßten auf den nächsten Kilometern durch den "Neuschnee" stapfen und soweit geht die Selbstkasteiung beim Osterausflug natürlich nicht. Sicherlich hätte hier so mancher "Trailrunner" seine wahre Freude, sich gewaltsam die Kräfte aus den Beinen ziehen zu lassen, aber wir sind nicht solche verdammt harten Hunde, wir wollen doch nur Laufen und uns nicht weh tun. Also folgen wir der vorgegebenen PKW-Spur und gelangen somit auf die "altbekannte" und sehr häufig begangene ULF-Route oberhalb der Hermannsdorfer Wiesen. Damit endet der gut gemeinte "neue" Streckenverlauf über die weiteren Stationen Markersbach und Tellerhäuser und wir verfallen wieder in den "alten" ULF-Trott.

Nur stellenweise ist jedoch ein normaler Laufschritt in normalem Tempo möglich, zu oft verhindern die teils vereisten Spuren ein angenehmes Vorankommen. Oberhalb von Hermannsdorf gewährt man uns (wie immer) den ersten Blick auf unser Ziel. Die äußeren Bedingungen haben mittlerweile den Status "Kaiserwetter" erreicht und die folgenden längeren Asphaltabschnitte treiben den rapide gesunkenen Kilometerschnitt wieder etwas ins Plus. Der Spaßfaktor steigt wieder! Aus dem Nichts heraus beschleunigt dann auch noch Siggi auf dem Waldabschnitt hinter Jägersruh - vielleicht will er ja nur eine Pinkelpause 'rauslaufen? Weit gefehlt! Siggi simuliert den Marathon-Zieleinlauf, so wie ich es vor zwei Wochen am Rochlitzer Berg praktiziert hatte. Es ist sein erster Marathon (wenn auch nicht als Wettkampf) in diesem Jahr und wenn man den Meldelisten der Marathonveranstaltungen in der Region Glauben schenken darf, nicht sein letzter.

Je näher wir nun Scheibenberg kommen, um so drängender ist die Frage nach dem weiteren Vorgehen. Meine Alternative über den Scheibenberg nach Crottendorf und weiter auf dem Firstenweg findet allerdings keine großen Begeisterungsstürme und so bleiben wir weiterhin auf dem "Original" über Oberscheibe zur Wolfener Mühle.

Kopie_von_DSC08834Kopie_von_DSC08835Kurz vor Scheibenberg ist der Weg noch in Ordnung.   "Schneehase" (Lepus timidus) in Oberscheibe

Mit Schlamm, nassen Schnee und versteckten Pfützen will man uns nun den letzten Nerv rauben. Ich hatte ja eine Ausweichroute auf einen "sicheren" Kreiswanderweg vorgeschlagen. Ich hatte auch vor dem zu erwartenden Szenario hier auf dem Feld gewarnt. Ich hätte allerdings auch nicht gewußt, was uns auf der anderen Seite des Scheibenberges erwartet hätte. Also beiße ich mir mal gaaanz dezent auf die Zunge, obwohl ich jetzt am liebsten mit Schreikrämpfen diese Sche..e hier kommentieren würde. Da nützt auch Siggis vergebene Haltungsnote von 5,9 für meinen gut abgefangenen Ausfallschritt nichts!

Im Wald entspannt sich die Situation wieder, höchstens mal ein Baum, der den Weg versperrt, aber sonst ist alles bestens. Zumal Ute und Siggi dann doch noch einen "Oster"hasen (Lepus europaeus) entdecken. Bald werden wir auch die Straße erreicht haben und die restliche Distanz liegt bei überschaubaren zehn Kilometern. Das beruhigt, zumal die Joachimsthaler Straße auch geräumt sein müßte.

Kopie_von_DSC08839Kopie_von_DSC08845Aufgeweichte Wege und Baumhindernisse sorgen für "allgemeine Erheiterung".

Diese präsentiert sich anfangs durch Fahrspuren noch als ganz gut laufbar, wird jedoch zusehend immer schlechter und nach der Cotta-Buche sind nur noch Trittspuren von maximal zwei Personen vorhanden. Der Schnee wird höher und ein Laufen erscheint immer sinnloser. Später verschwinden die Fußspuren ganz und wir können uns unseren eigenen Weg bahnen. Das kostet dann schon etwas Kraft und der Kilometerschnitt pegelt sich (laut Uhr) bei 15 bis 20 Minuten ein.

Kopieren__2_von_DSC08850Kopie_von_DSC08855Bestes Wetter, Tiefschnee und definitiv kein "Monsterroller-Verkehr".

Eine freudig von weiten ausgemachte Trampelrinne entpuppt sich dann zu allem Überfluß noch als Skiloipe (Gabriele-Kohlisch-Tour), die natürlich nicht für unsere Zwecke mißbraucht werden kann. Das Benutzen dieser Spur wäre dann schon fast so, als würde man ins Taxi steigen und sich bequem zum Gipfel chauffieren lassen. Wir sind aber heute hart im Nehmen und ziehen daher weiterhin brav unsere Bahn neben die von den Skifahrern Vorgegebene.

Am Reitsteig bessert sich die Situation schlagartig. Der Weg ist über die gesamte Breite angewalzt. Wir gehen wieder in den Laufschritt, wenn auch nur im Schneckentempo, über - jeder ruft seinen Leistungsstand nach 58 bis 63 vorangegangenen Kilometern noch einmal bestmöglich ab. Für eine gemeinsame Ankunft auf dem Fichtelberg-Plateau (1.215 m) sammeln wir uns rund 500 Meter vor dem Ziel, da das Leistungsgefälle unserer Truppe doch recht groß ist.

Kopie_von_DSC08867Kopie_von_IMG_20150405_172106Fichtelberg No. 2 (bei Oberwiesenthal)                       "Abstieg" nach Oberwiesenthal

Es ist 16:25 Uhr als wir uns zum "Finisher-Foto" auf der Zufahrtsstraße des Fichtelberg-Parkplatzes in Pose werfen. Sage und schreibe neuneinhalb Stunden nach unserem Start erreichen wir erst unseren "zweiten" Fichtelberg, bei einer Netto-Lauf/Wanderzeit von 8:13:46 Stunden! Ausreden für dieses miserable Ergebnis haben wir ja genügend, es ist jedoch müßig diese hier jetzt aufzuzählen.

Da 17:50 Uhr die Direktverbindung per Bus vom Bahnhof Oberwiesenthal startet, ist die Regenerationsphase am Fichtelberghaus bis maximal 17 Uhr beschränkt. Die Gaststätten im Gebäude sind erwartungsgemäß vollgestopft mit hungrigen und durstigen Kfz-Bergbezwingern und vielleicht auch einer handvoll "Skibergsteigern". Wir machen es uns daher im Vorraum des Hauses bequem, schlüpfen in den mitgeführten, trockenen Wechselzwirn und holen uns unsere Stärkung am Außenimbiß, wo man zudem sehr freundlich bedient wird: meine Zielverpflegung besteht aus zwei großen Gläsern Radler und einer Wiener mit Brötchen. Der Stempel fürs Buch darf neben der Berichterstattung für die "Daheimgebliebenen" via Telefon natürlich auch nicht fehlen und so vergeht die knappe halbe Stunde wie im Fluge.

Für den Weg hinab ins Tal müssen wir heute etwas mehr Zeit, wie sonst üblich, einplanen, da die Direttisima über die Skihänge bei laufenden Ski- und Liftbetrieb uns etwas unpassend erscheint. Wir nehmen also den ausgeschriebenen Fußweg nach Oberwiesenthal - natürlich im Laufschritt! Und während ich noch den ein oder anderen Schnappschuß im oberen Gipfelbereich tätige, wird weiter unten auf dem Weg zum Eckbauer kräftig die Strecke vermessen. Ich bin also gewarnt! Kann aber selbst bei etwas erhöhterem Tempo die Warnhinweise, die am Wegrand angebracht sind, entziffern. "Achtung! Winterwanderwege stellenweise stark vereist!", steht da geschrieben.

Kopie_von_IMG_20150405_171423Kopie_von_IMG_20150405_171447Während dem Spitzmäuschen alle Beachtung gilt, muß Siggi im kniehohen Schnee verweilen.

An so einem Schild vereinbaren wir nun mit Siggi einen Fototermin. Er steht kurz darauf fest im knie- bis oberschenkelhohen Schnee an der Hinweistafel, als plötzlich eine Spitzmaus (Crocidura leucodon) den Weg kreuzt und somit alle Aufmerksamkeit auf sich zieht. Nur mit dem Fotografieren will es nicht so recht klappen, da das Mäuschen nicht so schön still hält wie Siggi, der immer noch geduldig an der Säule ausharrt. Es dauert einige Minuten, ehe das kleine braune Knäul fotografisch erfaßt werden kann. Da hat es aber schon mehrere Meter auf Utes Rucksack und ihrer Jacke hinter sich, nachdem ihr es aus den Händen geglitten war.

Im weiteren Abstieg beginnt es dann zu schneien. Es kommt zu keinen weiteren Zwischenfällen, außer der Nachricht von Bruno, das der erzgebirgische Traditionsverein sein Spiel in München mit 1:0 gewonnen hat. Siggi und Gunter finden es toll. Ich kann mich darüber nicht so richtig freuen, hatte ich doch schon für nächste Saison das alte Bezirksderby wieder fest eingeplant. Was wiederum den persönlichen Laufkalender etwas mehr einengen würde ... Wir erreichen jedenfalls überpünktlich den Bus, der uns für 28 Euro (4-Personen-Tageskarte) zurück nach Chemnitz bringt.


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