Waldwiese

2. Jahresabschlußmaßnahme im Waldstadion Limbach-Oberfrohna 2015

Geschrieben von Thomas Delling.

31.12.2015 - 10:00 Uhr - individuelle Streckenlängen (kein Wettkampf)

Kopie_von_IMG_20151231_114948Das Limbacher Waldstadion wurde extra für die Silvesterveranstaltung vom Schnee beräumt!

In Sao Paulo oder Oberlichtenau, in der Stadt im Tal der Zwickauer Mulde oder in Peuerbach, in Neukirchen, Bozen oder Gera - das Angebot von Silvesterläufen ist regelrecht erdrückend! Dieses Jahr entschied sich die Sektion Altchemnitz/Erfenschlag des LV Limbach 2000 für die Austragung der Silvesterveranstaltung im Limbacher Waldstadion. Dort heißt es, entgegen dem Trend, "Jahresabschlußmaßnahme" - weil der "Lauf" dabei nicht unbedingt im Vordergrund steht.

Eine Konstellation, die mir recht gelegen kommt - habe ich es in diesem Jahr doch nun, weiß Gott, nicht krachen lassen und da muß nun die Welt, am letzten Tag des Jahres, auch nicht mehr eingerissen werden. Damit aber die angekündigte "individuelle sportliche Betätigung" bei diesem Jahresausklang nicht allzu sehr ins Bodenlose abdriftet, wird die Anreise nach Limbach zu Fuß angetreten. Natürlich im Wohlfühltempo (von Ute)! Jens dagegen wird es etwas ruhiger angehen und mit den Jungs im Wagen nachkommen.

Kopie_von_IMG_20151231_092642Kopie_von_IMG_20151231_101231Auf dem Weg nach Limbach.           Neujahrsansprache (ohne Untertitel, dafür mit Inhalt)

Auf kürzestem Weg, d.h. durch den Harthwald, das Heckert-Gebiet, Stelzendorf und Rabenstein begeben wir uns Richtung Limbach. Erst im Rabensteiner Wald nehmen wir, bedingt durch eine kleine Unachtsamkeit von mir, den falschen Weg und stehen so vor dem Wildschutzzaun der Autobahn. Daher entsteht eine geringe Streckenverlängerung (auf insgesamt 20 Kilometer) und so kommen wir genau zur Eröffnung der Veranstaltung am Waldstadion an. Einer kernigen Ansprache folgt dort das Ausschwärmen der "laufwilligen" Vereinsmitglieder in die umliegende Flur. Dabei wird die seit diesem Jahr neu ausgeschriebene, fünf Kilometer lange "Marktlauf"-Strecke vom Großteil favorisiert und nur minimale Abänderungen im Zielbereich eingebaut. Der ambitionierte Läufer dreht die Runde natürlich gleich zweimal um sich so seine Teilnahme am kulinarischen Nachgang im Foyer des Sozialgebäudes zu rechtfertigen.

Kopie_von_IMG_20151231_101622Kopie_von_IMG_20151231_102850Rund 40 Laufsportler des LV Limbach 2000 gehen auf die neue Marklauf-Runde.

Und dort gibt es dann keine Unterschiede mehr: egal ob Nicht-, Wenig-, Viel-, Schnell-, Langsam- oder Mitläufer - sie alle sind gleichberechtigte Gäste beim Jahresausklang mit Bockwurst und Bier, Speckfettbemme und Glühwein oder Süßkram und Limo. Dazu bietet der nebenliegende Fußballplatz einem Teil der jugendlichen Mitglieder die seltene Möglichkeit dem Ballsport zu frönen, da fast sommerliche Bedingungen herrschen. Es ist schön, daß der Ausfall des "Chemnitzer Silvesterlaufes" mittlerweile von mehreren Vereinen und Privatpersonen im Umland so erfolgreich kompensiert wird und einem standesgemäßen Jahreswechsel nichts im Wege steht.

Der Heimweg findet dann (mal ausnahmsweise) im Fahrzeug statt, da am Abend noch der Besuch im Chemnitzer Opernhaus auf dem Plan steht. Das "Konzert zum Jahreswechsel" mit der "unvollendeten" Sinfonie Nr. 9 d-Moll op. 125 von Ludwig van Beethoven ist dabei der akkustische Abgesang auf 2015. Ein Jahr, indem Ute mehr und mehr die erste Geige spielte, wenn es um sportliche Erfolge ging. So gab es einen Deutschen Vizemeistertitel (W50 im 24-Stundenlauf) und mehrere Frauen- und Altersklassensiege bei ihr zu verbuchen.

Kopie_von_IMG_20151231_115029Auswertung des zurückliegenden Jahres bei läufertypischer Kost.

Bleibt nun noch meine Jahresendabrechnung: mit insgesamt nur 2.801 erlaufenen Kilometer war es eine insgesamt recht dürftige Vorstellung. Dabei kamen zwar 43.884 vertikale Meter dazu, was allerdings weit hinter den Vorjahreswerten liegt. Bei insgesamt nur 107 Trainings- bzw. Wettkampfeinheiten entspricht das einem Schnitt von 26,2 Kilometern mit 410 Höhenmetern im Anstieg - ebenfalls Minusrekord! Im wettkämpferischen Bereich zahlte ich weiterhin fleißig Lehrgeld, da die drei absolvierten Marathons (Leipzig, Burg, Eibenstock) allesamt im Fiasko endeten und die Kurzstrecken-Wettläufe gänzlich verkackt wurden. Auf den langen Distanzen gab es wenig (und nur ganz spärliches) Licht, sowie viel, viel Schatten. Der Tiefpunkt war dabei die Deutsche Meisterschaft im 24-Stundenlauf in Reichenbach, wo ich mein bisher schlechtestes Ergebnis ablieferte. Dagegen ist das sportliche Ergebnis der doppelten "Distanz" im österreichischen Gols als kleiner Lichtblick im persönlichen Wettkampfkalender 2015 zu sehen. Die Landschaftsläufe auf dem Rennsteig und im Mont-Blanc-Gebiet dienten zudem mehr der Erholung als dem wettkämpferischen Ehrgeiz. In Südtirol fand diese Betätigung jedoch mit meinem ersten DNF (Did not finished), welches allerdings höherer Naturgewalt unterlag, ein jähes Ende. So etwas ist ärgerlich, kann aber im neuen Jahr mit einem erneuten Start in Bozen "behoben" werden.

Auf ein Neues im Jahr 2016! Dann gilt es, den in den Nachmittagsstunden des 25. April 2015 unter schweren (aber fairen) Bedingungen erkämpften Titel des "ARUCK" (Alleiniger Rund-um-Chemnitz-König) erfolgreich durch das Jahr zu tragen. Dabei ist es als königlicher Repräsentant wichtig, die freundschaftliche Verbindung zum Lokalrivalen Burgstädter LV aufrecht zu halten und gegebenenfalls zu vertiefen. Das heißt im Klartext: sowie es mein königlicher Terminkalender zulässt, wird sich "Ihre Durchlaucht" auch im neuen Jahr an Fettverbrennungen, Mitgliederwerbungen und Überlandtouren der Burgstädter beteiligen - sofern es der Pöbel will!

Kopie_von_IMG_20151231_130253Kopie_von_IMG_20151231_132932Kopie_von_IMG_20151231_123751_editAlles, aber auch alles, wurde verbraucht - sogar die Kabeltrommel.        Versöhnlicher Jahresabschluß!

Full Review William Hill www.wbetting.co.uk