Waldwiese

1. Burgstädter Mondscheinlauf 2016

Geschrieben von Thomas Delling.

19.01.2016 19:05 Uhr 10 km 105 Hm+ 105 Hm- Gruppenlauf

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Hartmond, der Mond des hartgefrorenen Schnees - diese veraltete Form des Wintermonats Januar macht zwar in diesem Jahr noch nicht so recht von seinem Namen gebrauch, jedoch hat am Wochenende bei diesem Thema ein Umdenken eingesetzt. Der Sonntag brachte demzufolge den ersten Schnee und am Montag kam noch etwas Kälte hinzu - Zeit für Sven die internen Einladungen zum "Mondscheinlauf" zu verschicken, der am Dienstag Abend stattfinden soll.

Über eine "undichte Stelle" im Informationssystem des Burgstädter Laufvereins landet diese Einladung auch auf meinem Telefon. Jedoch ist just zu diesem Zeitpunkt Kinderdienst mit anschließendem Elternabend in meinem Terminkalender vermerkt. Es besteht also keine Chance auf eine Teilnahme an diesem "weiteren Höhepunkt des Laufjahres 2016", wie es im offiziellen Anschreiben heißt. Und fortfahrend steht geschrieben: "Der legendäre Mondscheinlauf wirft seine Schatten voraus. Minus 7 Grad, glitzernder Schnee, gleißendes Mondlicht - wer kann dazu schon Nein sagen?". Wir müssen allerdings Nein sagen, da auch Ute diesen Abend anderweitig verplant hat.

Der Morgen beginnt mit -16,5°C (gemessen auf dem Arbeitsweg im Chemnitztal) doch recht frisch und so kommt es, das das Fußballtraining von Martin der Kälte zum Opfer fällt und demzufolge im Laufe des Tages abgesagt wird. Damit fällt auch das anschließende Elterngespräch aus und der Weg nach Burgstädt ist plötzlich frei. Die Formalitäten sind schnell geklärt und mit Tilo ist sogar ein Taxifahrer gefunden.

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Gespenstische Atmosphäre beim Gruppenbild, als drei Außerirdische (rechts im Bild) auftauchen.

 Von den angekündigten -7°C ist nicht viel zu spüren, als sich die Mondscheinlauf-Elf an der Reithalle trifft. Auf -11°C ist das Quecksilber mittlerweile gefallen und so gibt es kein großes Begrüßungszeremon, sondern nur das unprofessionelle Posieren für das Gruppenbild, bevor es auf die Runde geht. Die sog. Rapsrunde eröffnet die heutige Schleife und nur Eingeweihte wissen etwas damit anzufangen - deshalb summt bei mir die weitere Streckenbeschreibung einfach so durch. Es ist sowieso dunkel, da der Mond seine Leuchtkraft nicht voll in den Dienst der Veranstaltung stellt, obwohl damit in der Ausschreibung geworben wurde.  Ich lasse mich nun einfach von den streckenkundigen Führern überraschen: Abschnitte des Taurasteinlaufes werden ebenso genutzt wie Passagen des Fettverbrennungslaufes, es geht über verschneite Felder und durch gottverlassene Siedlungen. Rund eine Stunde dauert der Ausflug, ehe man sich wieder am Ausgangspunkt einfindet.

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 Initiator Sven hat sichlich Freude am Lauf.  Der "Mondschein" war verbesserungsbedürftig!

Danach folgt ein kulinarischer Mischmasch der Überbleibsel vom Weihnachtsfest. Es gibt Glühwein und Printen, Kekse und Spekulatius und wer es ganz außergewöhnlich mag, der greift zum Rauchbier (geschmacklich die geniale Umsetzung von mit Bier filtrierten Aschenbecherresten). So klingt die Veranstaltung dann auch weit vor Mitternacht aus. Bleibt nur die Erkenntnis: der legendäre Mondscheinlauf reiht sich nahtlos in die Laufhöhepunkte von 2016 ein.

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