Waldwiese

15. Frostwiesenlauf in Burg-Kauper 2017

Geschrieben von Thomas Delling.

12.02.2017 11 Uhr 30 km 15 Hm+ 15 Hm- (kein Wettkampf)

Kopie von 20170212 114134"Freiwillig 30"?! Logisch, wegen 10 oder 20 Kilometern fährt man doch nicht in den Spreewald!

Nach dem Schneegestapfe und den unzähligen Ausfallschritten auf vereistem Untergrund am Vortag, gehört der Sonntag voll und ganz dem persönlichen Wohlergehen - keine großartige Anstrengung, kein Zwang, kein Garnichts! Diese Wohlfühlattribute, garniert mit Glühwein- und Süßkrampausen hält der Frostwiesenlauf auch in diesem Jahr für uns bereit. Es gibt keinen Wettkampfstreß und die sportliche Betätigung findet auf tellerflachem Terrain statt - was will man zum Wochenendausklang mehr?

Die rund 200 Kilometer Anreise sind an einem Sonntagmorgen recht schnell erledigt, so daß auch durch die Nachmeldung kaum Streß aufkommt. Pünktlich zum Start stehen wir im Feld der weit über 1.000 Teilnehmer für die Strecken von 10, 20 und 30 Kilometer. Dementsprechend eng und zähfließend ist der erste Kilometer des Tages, welcher mit satten 8 Minuten und 34 Sekunden in die Datenbank der Uhr einfließt. Danach wird es etwas schneller und nach dem Abbiegen der Zwanziger nach reichlich anderthalb Kilometer sind genügend Freiräume zur individuellen Tempogestaltung vorhanden. Die Streckenführung und die Verpflegungspunkte haben sich zu den Vorjahren nicht verändert und so ist die einzige Unbekannte des Tages, die Beschaffenheit der Laufstrecke.

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Frostwiesenlauf ... ... Schlittschuhlauf

Mit -2°C ist es vor Ort sogar vier Thermometerstriche kälter als daheim - Schnee ist allerdings Mangelware und nur ab und zu am Wegesrand noch auszumachen. Die Wiesen präsentieren sich dabei "frostig" und so mancher Wegabschnitt ist vom Eis spiegelglatt. Der Großteil der Strecke ist jedoch nicht "vergletschert" und so für einen Ausdauerlauf am Sonntagvormittag bestens geeignet. Mit einem Schnitt von rund fünfeinhalb Minuten pro Kilometer haben wir dabei ein, für uns, relativ flottes Trainingstempo. An den Verpflegungen verweilen wir dagegen gern einige Zeit, um den ausgefallenen Sonntagsbraten mit Schokolade, Waffeln, Salzbrezeln oder Obst zu neutralisieren - dazu etwas Tee, Cola oder Glühwein zum Hinunterspülen. 

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Da das Ganze kein Wettkampf ist, kann Ute auch ihre (mittlerweile zur Gewohnheit gewordene) WC-Pause beim Ausdauersport mit integrieren. Ich vertreibe mir die freie Zeit derweil mit dem Studium von diversen Werbetafeln, die u.a. auf begehbare Hühnerställe verweisen. So ist die Zeit beim Durchstreifen des Biosphärenreservats recht kurzweilig und nach nicht ganz drei Stunden (2:52:04 h) auch schon wieder vorbei.  Dafür gibt es noch eine sehr schöne Medaille in Schneekristallform und reichlich Spreewälder Gewürzgurken als Zielverpflegung.

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30,4 km in 2:52:04 h Futterneid nach Zielankunft

Mit verschiedenen Sorten Spreewaldgurken, Schlehenbrand und regionalem Bier (aus dem "Spreewälder Bauernladen" in Burg) im Gepäck, wird der Ausflug ins Brandenburgische abgerundet. Somit kann der Wohlfühltag daheim nahtlos fortgesetzt und schließlich selbstzufrieden beendet werden. 

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