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50. Internationaler Kammlauf Mühlleithen 2022

Geschrieben von Thomas Delling.

27.02.2022 10:00 Uhr 50 km klassisch 902 Hm+ 902 Hm-
  10:30 Uhr 26 km klassisch 524 Hm+ 524 Hm-

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Nun also doch! Eine spontane Änderung der Sächsischen Corona-Schutzverordnung am 23. Februar macht es möglich - mit einem Covid19-Negativtest kann jetzt auch ein "Normalsterblicher" die Kammlauf-Loipe im Wettkampfmodus befahren. So ist es mir möglich, meine geliebte Zahlenspielerei im Zusammenhang mit diesem Klassiker auszuleben: als 50-jähriger die 50 Kilometer beim 50. Kammlauf unter die Bretter zu nehmen, nachdem ich bisher nur einmal in Mühlleithen an den Start ging - am 6. März 1988 lief ich als 16-jähriger beim 16. Kammlauf die lange Strecke mit der Startnummer 16.

Damals stand ich wenigstens im Training für den Ritt von Mühlleithen nach Johanngeorgenstadt und zurück, was man dieses Jahr mit nur 53 Laufkilometern (in drei Einheiten) und 62 Kilometern auf Langlaufski (in zwei Einheiten) nicht behaupten kann. Deshalb will sich Ute auch nicht auf der langen Strecke abschießen und entschließt sich, nur die 26 Kilometer unter die Skier zu nehmen - völlig ausreichend, bei dem Trainingsstand! Da das ganze Unternehmen doch recht kurzfristig von uns in Angriff genommen wird, bleibt für Selbstmitleid kaum Zeit.

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6. März 1988 - als 16-jähriger mit der Startnummer 16 beim 16. Kammlauf auf dem Fünfziger

Am Vorabend unseres Wettkampfes treffe ich mich nach einem jeweils langen Arbeitstag mit einem Eremiten in dessen Holzhütte mitten im Wald. Es werden bei böhmischem Bier und Kerzenschein (meist sportliche) Erinnerungen aufgewärmt, die Vor- und Nachteile verschiedener Skitypen "analysiert" und nebenbei, so ganz ohne Hast, die Gleitzonen unserer Schuppen-Bretter für den Sonntagsausflug fit gemacht. Dabei bekommen wir eine Mixtur auf die Sohlen gerieben, die so geheim und legendenumwoben scheint, daß die Vermutung nahe liegt, Gustav Eriksson Wasa hätte diesen Aufstrich schon im Jahr 1521 bei der legendären Flucht von Mora nach Sälen auf seinen Skiern verwendet. Woher diese "Einreibe" stammt? Vielleicht handelt es sich dabei um ein Mitbringsel aus Grillenburg, als er nur einen Jahrgang nach Gert-Dietmar Klause (dem ersten nichtskandinavischen und einzigen deutschen Sieger des Vasaloppet) seinen Einstieg in die Forstwirtschaft vollzog? Doch alles gibt er dann doch nicht preis - nur etwas zähneknirschend seine Kammlaufzeit, die er auf den Tag genau, vor 16 Jahren (auf richtigen Langlauf-Skiern) erzielte. Nach 50 Kilometern in 3 Stunden, 42 Minuten und 45,9 Sekunden belegte er damals den 62. Platz in seiner Altersklasse (41 - 50) und Platz 211 von 377 Zielankömmlingen.

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Kammlauf-Startnummern von Andy - allesamt über 50 km

Wenn man jetzt die offensichtliche Differenz von seinem damaligen Material und seiner Fitness mit meinen derzeitigen technischen und physischen Voraussetzungen gegenüberstellt, ist diese Zielzeit für mich utopisch. Auch meine Vorleistung von 1988 ist nicht gerade von Glanz überzogen: nach 4:48:53 Stunden trudelte ich auf Platz 884 von 977 Finishern über die Ziellinie (Platz 88 in der Altersklasse 17 bis 19 Jahre). Sicherlich kostete der Startplatz in der vorletzten von 23 Startreihen und das kurz darauf erfolgte Anstehen beim Einreihen in die drei oder vier (?) Fahrspuren jede Menge Zeit, wenn 1.023 Leute en bloc losgelassen werden. Doch daran will ich das schlechte Ergebnis nicht festmachen - da fehlte dann doch über diese Distanz jede Menge Saft und Kraft, zumal ich in meiner Jugendzeit bei kürzeren Wettkämpfen auch nur "hinten" mitfuhr.

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Konspiratives Treffen zur "Materialveredelung"

Wesentlich erfolgreicher war da mein Bruder Andreas, welcher ebenfalls 1988 seine Premiere beim Kammlauf ablieferte. Als 15-jähriger konnte er damals nur die 25-km-Strecke absolvieren, weil er für den Fünfziger zu jung war. Mit einer Zeit von 2:26:56 Stunden belegte er den 37. Platz von 460 Teilnehmern (Altersklassenplatz 22). Danach widmete er sich nur noch der langen Distanz mit Wendepunkt in Johanngeorgenstadt und erzielte dabei respektable Ergebnisse:

Datum Finisher Ges-Pl. Ak.-Pl. Zielzeit
04.03.1990 585 172. 22. Junioren 3:11:44 h
03.03.1991 432 125. 13. Junioren 2:47:43 h
01.03.1992 497 219. 20. M19-20 3:45:32 h
28.02.1993 328 77. 38. M19-30 3:30:08 h
27.02.1994 286 73. 35. M19-30 3:14:59,2 h
25.02.1996 236 34. 16. M19-30 3:11:23,5 h
23.02.1997 245 51. 26. M19-30 2:50:10,6 h
28.02.1999 310 78. 38. M19-30 3:22:04,1 h
25.02.2001 262 61. 22. M19-30 2:58:41,1 h

Schon vor über einhundert Jahren wurde das sächsisch-böhmische Kammgebiet für die wettkampfmäßige Nutzung mit Skiern entdeckt. So läutete der zweitägige Erzgebirgskammlauf Sebastiansberg - Oberwiesenthal - Klingenthal im Januar 1914 dieses neue sportliche Betätigungsfeld ein. Es folgten weitere Wettkämpfe aus den dreißiger Jahren, wie die Skiläufe Oberwiesenthal - Altenberg oder Schöneck - Johanngeorgenstadt - auch zwischen Oberwiesenthal und Mühlleithen gab es eine Erzgebirgskamm-Wettlaufstrecke.

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Andy (Nr. 80) beim 25. Kammlauf 1997 / Blick vom ersten Anstieg auf den "alten" Start am Buschhaus  

Der jetzige Mühlleithener Kammlauf startete erstmalig am 28. März 1973 mit 50 Startern über 50 und 75 Teilnehmern über 25 Kilometer. Als erster Sieger des Fünfzigers ging dabei der spätere Wasalauf-Sieger Gert-Dietmar Klause vom SC Dynamo Klingenthal, der nach 2:20:00 Stunden die lange Runde beendete, in die Annalen ein. Der Start erfolgte damals noch auf der Wiese hinter dem Buschhaus, auf der anderen Seite der Mühlleithener Paßhöhe. Schon im zweiten Kammlauf-Jahr mußte auf diesem Stück improvisiert werden, da Schneemangel nur einen Start zu Fuß zuließ. Nach einem halben Kilometer im Laufschritt konnte dann aber auch auf die für Skiwettkämpfe typischen Bretter umgesattelt werden. Das ehemalige Nobel-Hotel Buschhaus steht seit 2018 nicht mehr - war aber vorher schon lange nicht mehr der Nabel des Kammlaufes. Seit 1999 nutzt dieser die am 12.07.1997 freigegebene Loipenbrücke über die B283 an der Paßhöhe vom neuen Mühlleithener Skistadion aus startend.

Bisher mußte der Lauf neunmal abgesagt werden: 1977, 1989, 1995, 1998, 2007, 2008, 2017, 2020 und 2021. Im Jahr 2018 fand nur der Sonnabend-Wettbewerb in der freien Technik über 25 Kilometer statt, der "klassische" Sonntag mit 25-er und 50-er entfiel komplett. Seit 1999 gibt es beim Kammlauf die elektronische Zeiterfassung und seit 1978 eine Laufzeitbeschränkung auf damals sechs (mittlerweile fünf) Stunden, nachdem ein mit Tourenski gestarteter Teilnehmer erst in der Dunkelheit nach acht Stunden den Lauf beendete.

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Jubiläums-Kammlauf 2022

Nun aber zu unserem Auftritt: mit einer zeitigen Anreise wollen wir eine lange Wartezeit bei der Nachmeldung umgehen. Dies gelingt uns auch, hätte zu einem späteren Moment hingegen nicht viel mehr Zeit in Anspruch genommen, da die Ressonanz auf die noch vorhandenen Startnummern doch recht verhalten ist. Nur 130 Starter wollen den Fünfziger in Angriff nehmen und auf der Kurzstrecke von 26 Kilometern ist das Interesse mit 155 Startern nicht viel größer. Das ist für den Veranstalter (der im "Blick"/Vogtland vom 27.02.2022 auf über 600 Teilnehmer in den beiden klassischen Sonntags-Wettbewerben hoffte) bei diesem Jubiläum natürlich ein Fiasko, welches mit dem, bis kurz vor knapp geltenden "2G+" wesentlich größer ausgefallen wäre.

"Vergiß' dei Dipp'l net!", meint der freundliche Herr in der Anmeldung und verweist auf die "50 Jahre Kammlauf"-Emaille-Becher, die es für jeden Teilnehmer zu den Startunterlagen gibt. Ein wirklich alltagstauglicher Gegenstand, aus dem ich abends sogar mein Feierabendbier trinken werde. Doch noch ist es nicht so weit!

Bis zum Start bleiben noch fast zwei Stunden, in denen wir die anderen bei ihren Startvorbereitungen beobachten. Wachsen - Testen - Nachjustieren ... das alles entfällt in "unserer" Touristenklasse, wo die Schuppensohle im Steigbereich des Skiers dieses aufwendige und wissenschaftlich fundierte Prozedere überflüssig macht. Wichtig ist nur das Vertrauen in Jens' Wachskünste für die Gleitflächen, welche jedoch tags zuvor fachmännisch von ihm zelebriert wurden.

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Kammloipe

Das Startareal ist recht übersichtlich, trotzdem ordne ich mich im Startblock 2 ganz hinten ein. Ich will ja schließlich keine Bremsfunktion für andere, ambitioniertere Läufer darstellen. Die Startmusik ertönt, mit Einsetzen des Schlagzeugs hebt sich das Absperrband. Nach rund 200 Metern sind jedoch die beiden talseitigen, der insgesamt 14 Loipen durch Stürze blockiert - glücklicherweise war ich nicht der Auslöser, denke ich, während ich die Spur wechsle und den Takt wieder aufnehme. Schon von Beginn an, macht mir kaum jemand einen der hinteren Plätze im Feld streitig. Da ist genügend Platz und man kann sich voll und ganz auf sich konzentrieren. Die Loipen sind perfekt präpariert und ein leichter Eisfilm in der Rinne sorgt für Schwung bergab. Eine langgezogene Schleife lässt das zu diesem Zeitpunkt schon schön auseinandergezogene Teilnehmerfeld auf der Kammloipe einbiegen. Es geht über die Skibrücke und wenig später folgen die ersten beiden derben Anstiege. Spätestens nach dem Paß am Rammelsberg (nach rund 5 Kilometern) hat man das anspruchvollste Stück der Strecke geschafft. Am ersten Verpflegungspunkt greife ich mir einen Becher Tee, der sich zur Hälfte über meine Startnummer ergießt. Doch schon allein die Symbolik, dem Körper zu signalisieren, ich vernachlässige dich, bei allem anstehenden Ehrgeiz auch nicht, weiß dieser später mit Beharrlichkeit zu danken.

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Streckenplan 50 km

Kurz darauf verhaspel' ich mich auf gerader Strecke und stürze mit dem Ergebnis eines gewölbten Stockes, welcher bei meiner Last kein 100%-iges Abfangen garantieren konnte. Er ist jedoch noch belastbar und so für die Anschubfunktion ohne Einschränkungen nutzbar. Da hab ich ja nochmal Glück gehabt - es wäre sicherlich mit nur einem Stecken ein verdammt harter Kammlauf für mich geworden! So versuche ich, die durch den Sturz entstandene Lücke auf meinen Tempomacher wieder zuzufahren. Dies gelingt nur recht schleppend und dauert zirka sieben bis acht Kilometer. Ein bißchen mehr schieben muß ich ja, um mit meinen "Tourenski" mit den Langläufern Schritt zu halten. Da muß dann auch der geliebte Doppelstockschub noch ein paar Diagonalschläge lang warten, ehe ich in Fahrt komme. So bin ich in der Anwendung kräfteschonender Variaten des Vorankommens meinen Vorderleuten stets etwas hinterher. Ich will hier aber nicht nur monieren, denn, wenn es einmal (bergab) läuft, dann recht ordentlich. So mißt die Uhr auf einer der langgezogenen Abfahrten kurz vor Johanngeorgenstadt (auf dem Henneberger Flügel) etwas über 52 km/h. Keine Ahnung, was da bei den Spitzensportlern auf dem Tacho steht - für mich jedoch eine angenehme Ruhephase für ein oder zwei Minuten, in der nur die in Hockstellung befindlichen Oberschenkel (vom wenigen Training) etwas "brennen".

Inzwischen weichen die Spuren von der Sonneneinstrahlung etwas auf, sie sind aber noch im festen Zustand, so daß ein "Fahren wie auf Schienen" weiterhin garantiert ist. Da die Loipe wegen des Kammlaufes nicht gesperrt ist, tummeln sich nun auch immer mehr Skiausflügler in ihr, je weiter es Richtung Wendepunkt Loipenhaus in Johanngeorgenstadt geht. Viele erkennen rechtzeitig die Situation und zeigen sich sehr kooperativ, wobei das in meinem Tempo keine Rolle spielt. Für die in der Spitze fahrenden Sportler sind diese Menschenansammlungen durchaus ein größeres Problem.

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Streckenplan 26 km

Als ich mich über die Wiese zum Wende- und Verpflegungspunkt schiebe, zeigt die elektronische Anzeige 11:52 Uhr - ich habe also 1:52 Stunden bis hierher benötigt. Vom Kräftemanagement gesehen, könnte/müsste hier auch Schluß sein. Die ungewohnte Sportart zehrt ganz schön an der nicht (dafür) vorhandenen Muskulatur. Wer nach zweieinhalb Stunden hier erst einbiegt, wird aus dem Rennen genommen. Dieses Szenario gilt sozusagen für mich schon mal nicht. Wenn ich jetzt noch den weiteren körperlichen Verschleiß einrechne, könnte es trotzdem mit einer Zielzeit von unter vier Stunden klappen - Jens' 3:42-er Zeit scheidet dabei schon rein rechnerisch aus! Ich greife mir Tee, Banane und Traubenzucker, bevor es auf die Rückfahrt geht. Der Kurs bleibt erstmal auf der Kammloipe und biegt an der Dreckspfütze nach rechts auf den Lorenzweg hinab. Es folgen Anstieg (Mittelflügelweg Richtung Grenzübergang Hirschenstand) und lange Abfahrt (zur Großen Bockau), Bergauf (Nassebrückenweg und Kaltenbrunner Flügel), Bergab (zum Glashüttenbach) und wieder Aufstieg (zum Kranichsee) ... und plötzlich tauchen sie auf, die Kilometer-Schilder, die die verbleibende Strecke (von 10 km) anzeigen. Da sich diese fast ausnahmslos (bis auf die letzten Meter zum Finish) auf der Kammloipe befindet, kann man auch deren Kilometrierung (+1 km) für die Zielanfahrt-Errechnung nutzen.

Die letzte Verpflegung, rund sechs Kilometer vor dem Ziel, bietet neben Tee und Schleim auch Bier an, welches ich mir nicht entgehen lasse. Jens hatte 2006 den Fehler gemacht, vor dem er mich eindringlich warnte: er hatte das Bier auf der Strecke ausgeschlagen, um keine Zeit zu verlieren und um sich dann völlig erschöpft im Ziel über sein Ergebnis und das dort schon weggetrunkene und ihm fehlende Bier zu ärgern. Dies soll mir heute nicht passieren! Klar, bin ich nicht mehr der Fitteste, aber am Limit bin ich auch nicht. Schnell leert sich also der Becher Isotonisches unter dem Gejohle der "Wirtsleute" vom VP. Schön, daß es diese psychologisch wichtige Unterstützung auch für die hinterhertrudelnden Stadtmenschen gibt.

Wenig später folgt die kurvige Abfahrt vom Rammelsberg-Paß (III - schwierig). Vor zwei Wochen tauchte ich hier nach der ersten Serpentine im Schnee ein - heute allerdings schon etwas eher. Ein Krampf im talseitigen Bein gab dabei die Fahrtrichtung an, die mich außerhalb der vorgegebenen Strecke in den Schnee sinken ließ. Die Haltungsnoten dafür mache ich im unteren einstelligen Bereich fest - egal, Zuschauer waren nicht vor Ort. Eine wesentlich bessere Benotung erteile ich mir (wieder unter Ausschluß der Öffentlichkeit) beim Sturz in einer 90°-Rechtskurve. Die Sonne hat die Loipen unterdessen in Schnee-Mulm verwandelt. Das Tempo der Ski ist indes nicht mehr so hoch, das Manövrieren ist nur schwieriger. Also geht es dort für mich geradeaus und im "grünen" Bankett schlage ich mit dem Kopf zwischen den Wurzeln der Bäume auf. Ein sicherlich schön anzusehender Klassiker - für mich recht schmerzhaft im Gesicht und über die Brust, sogar ein kleines Stück Zahn verbleibt "auf der Strecke". Deshalb gehe ich die verbleibenden Abfahrten nach Mühlleithen (II - mittelschwer) und zum Start-Ziel-Areal etwas vorsichtiger an. Mit "letzter" Kraft schiebe ich mich zum Ziel und beende knapp unter vier Stunden meinen zweiten Kammlauf. Auch wenn die Zielzeit und meine Plazierung nichts sportlich Herausragendes sind, freue ich mich riesig. Ja, seit langem bin ich mit mir im Reinen. Das Wetter, das Material und der Typ mit der 177 am Leib haben erstklassig mitgespielt! Ein Dank geht auch an die Organisatoren, Helfer und Sponsoren, die diese Veranstaltung (in dieser schwierigen Zeit) im würdigen Rahmen am Leben erhalten.

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Zielbier nach Zielankunft

Zielbiere gibt es noch genügend - das ist die Botschaft an Jens. Zu erzählen gibt es ebenso genug. Bei Ute und ihrer minimalistischen Skilauf-Vita waren die 26 Kilometer als erster Ski-Wettkampf das Ende der sportlichen Fahnenstange. Im Internet informierte sie sich am Vorabend noch über Langlauftechniken und studierte diverse Bremsvarianten. Dies wurde dann von ihr im Wettkampf auch versucht, so gut wie möglich umzusetzen. Nur ein kleiner Sturz beim Ausgleisen in einer Kurvenfahrt schmälert den Erfolg dieses Schnellkurses im Abendstudium. Auch wenn sich Ute voll auf die Loipe konzentrieren mußte und so nichts von der Landschaft mitbekam, ist sie doch überaus zufrieden, bei ihrer Ski-Premiere nicht als Letzte die Ergebnisliste zu schmücken und gesund im Ziel angekommen zu sein. Eine Teilnahme über 50 Kilometer in fünf Stunden scheidet jedenfalls für sie kategorisch aus ... falls wir uns für nächstes Jahr wieder in die Teilnehmerliste drängen können (oder dürfen).

50 km - klassisch (130 Starter/127 im Ziel)
Platz m/w Name Zeit km/h min/km Ak.-Pl.
1. 1. Unger, Philipp 2:20:46,5 h 21,31
2:49
1. M19-30
33. 1. Müller, Katrin 2:55:39,1 h 17,08
3:31
1. W19-ü60
113. 109. Delling, Thomas 3:57:06,8 h 12,65
4:44
45. M51-60
127. 122. Schöning, Adelbert 5:19:07,0 h 9,40
6:23
16. Mü60
26 km - klassisch (155 Starter/152 im Ziel)
1. 1. Dohnal, Tomas 1:21:02,0 h 19,25  3:07  1. M41-50
3. 1. Böhme, Charlotte 1:26:40,1 h 18,00  3:20  1. Jugend w
139. 30. Herfurt, Ute 2:37:35,4 h 9,90  6:03  8. W51-60
152. 119. Kelm, Wolfgang 4:03:13,9 h 6,41  9:21  11. Mü65
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