24.12.2025 / 7:32 Uhr / 42,195 km / 120 Hm+ / 120 Hm- / + Unterdistanzen

Zum Jahresende hin neigt der Mensch zum zügellosen Füllen seiner noch verfügbaren Körpernischen mit meist fettiger ungesunder Kost, um zu Silvester (mit den "guten Vorsätzen") diesen Sünden den (immerwährenden) Kampf aufs Neue anzusagen. Besonders eifrige Personen beteiligen sich schon etwas eher an sogenannten Fettverbrennungs- oder Gänsebratenvernichtungsläufen. Doch da ist das Kind schon längst in den Brunnen gefallen, denn für diese Fettabsorbierung sind oft langwierige Prozesse von Nöten. Daher gilt: Vorbeugung ist stets besser als Nachbehandlung und eine Laufveranstaltung mit "Grenzwerterfahrung" (Ja, Marathon soll tatsächlich noch so eine furchteinflößende Art besitzen!) im Vorfeld der weihnachtlichen Völlerei beugt dieser Wohlstandsverfehlung gezielt vor, indem sie (wenn auch nur kurzzeitig) Trägheit und Appetitlosigkeit "für das Leben nach dem Lauf" erzeugt.
Seit 2016 nimmt sich der Heiligabendlauf im Süden von Chemnitz dieser Problematik an. Als "Lauftreff unter Freunden" ausgeschrieben, ermöglicht dieser dem Teilnehmer auf unterschiedlichen Distanzen (also Schwierigkeitsgraten), sich in einen apathischen Zustand zu manövrieren, um sich so der Weihnachtsschlemmerei entziehen zu können. Nun sind hier trotzdem keine Mediziner oder Ernährungsexperten am Werk und der Erfolg oder Mißerfolg hängt von der Testperson ab - möglich ist demzufolge auch eine völlige Umkehr des erhofften Effektes mit einem Heißhunger auf alles, was nicht bei Drei vom Teller ist.
Der Stadtparkteich zum Streckenkennenlernlauf am 20. Dezember 2025
Der Heiligabend beginnt für Ute und mich meist recht früh am Morgen. Um 4:30 Uhr klingelt da schon der Wecker und trotzdem ist der Zeitplan eng gestrickt. Ein spartanisches Frühstück muß jedoch sein, wobei die gewohnt, journalistisch hochwertige Morgenlektüre der "BILD" bis zum Abend warten muß: "Helene feiert Comeback bei Silbereisen", so der Headliner, der noch eine Abstimmung ankündigt, bei der einzig die Fans bestimmen, was sie singen soll. So viel Mitspracherecht gab es schon lang nicht mehr und einen besseren Einstieg ins Weihnachtsfest kann es offensichtlich nicht geben. Doch schnell werde ich (durch den schrillen Ton des Eierkochers) wieder aus dieser gelebten Eintracht mit den ganz großen Stars gerissen - schließlich warten (neben der "Zwangsernährung" vor einem Marathon) noch einige Aufgaben, welche u.a. beim gestrigen organisatorischen "Endspurt" für den Heiligabend-Marathon (welcher mit Glühwein und Winterbock erleichtert wurde) auf der Strecke geblieben sind.
"Ziehung" der Startnummern am Vorabend - in weihnachtlicher Bauwagen-Atmosphäre
Während Ute noch mehrere Kannen Tee, Kaffee und Glühwein kocht, laufe ich die Runde im Stadtpark schon einmal (mit dem Farbeimer) ab, um für Streckenunkundige die Richtung vorzugeben - schließlich waren zum Strecken-Kennenlern-Lauf am 20. Dezember "nur" zwölf Teilnehmer anwesend. Danach müssen noch der VP am Rundendurchlauf hergerichtet und die Startformalitäten geklärt werden, erst dann kann es für die "Langstreckler" losgehen. Immerhin sechs Läufer und eine Läuferin stellen sich dieser Aufgabe.
Streß am Morgen - die unabhängigen und überparteilichen Infos zum Heiligabend müssen sich noch gedulden
Langstrecke bedeutet am Heiligabend "Marathon" (neun große Runden durch den Stadtpark) und "Ultrahalbmarathon", wobei letztere Wortschöpfung eine Distanz zwischen Halb- und Ganz-Marathon absteckt. Eine anderthalb Stunde später (offizielle Startzeit 9:00 Uhr) beginnen "Halbmarathon" und "Ultraviertelmarathon" (klingt besser als 11,75-km-Lauf). Das Gros des Teilnehmerfeldes (21 Läufer) wird sich dann, nach einer Einführungsschleife, auf zwei oder vier große Stadtparkrunden begeben.
Letzte Startvorbereitungen für die Marathon-Aspiranten
Damit dies alles reibungslos über die Zeit (Zielschluß für alle ist 12:00 Uhr) gebracht wird, sind ein Kampfrichter des LVS, ein Streckenposten zu Fuß und einer per Fahrrad anwesend. Zudem sorgen mehrere Personen am Rundendurchlauf für eine Verköstigung der Läufer mit vitamin- und mineralstoffreicher Kost - sogar Bier und Glühwein helfen hier "wieder auf die Beine", wenn es mal gar nicht mehr weitergehen will. Unter fast "notarieller Aufsicht" werden die Runden- und Zielzeiten zu Protokoll gebracht und später mit Urkunden (Leistungsnachweisen) gewürdigt.
Selbst im Zeitmeßfahrzeug ist die Temperaturanzeige unter Null
Auch im Stadtpark rennt die Zeit weg, wie nichts. So wird die vorgesehene Startzeit (7:30 Uhr) um eine Minute nach hinten verschoben, um auch diese "Gnade" noch einmal um 60 Sekunden zu verlängern. Danach kennt die Geduld der Zeitmessung keine Kulanz mehr und die Marathonuhr wird in Gang gesetzt - egal, ob schon alle ihre Aufzeichnungsgeräte kalibriert haben oder letzte Selfies mit "Weihnachtsgrüßen vom Marathonstart" in den sozialen Medien abgesetzt sind oder nicht. Richtig so! Logisch, daß sich die Truppe von der Zeiterfassung nicht noch länger auf der Nase herumtanzen lässt, denn mit viereinhalb Stunden "Ausharren" (ohne große Bewegungsmöglichkeit) sind sie schließlich gestraft genug.
Abzweig vom Sturm-Weg am Stadtparkteich
Noch ist es dunkel und die Laune des Wettermachers nicht hundertprozentig erkennbar. Gegen 5 Uhr setzte kurzanhaltendes Schneegrieseln ein, welches sich nun nicht zwingend fortsetzen muß. Mit -2°C, welche (in die heutige Maßeinheit "gefühlte Temperatur" umgerechnet) -9° darstellen, geht es in die ersten Runden. Im hinteren (etwas ungeschützten) Teil des Stadtparkes gesellt sich gelegentlich noch "etwas frischere Luft" (vom Chemnitz-Fluß kommend) zum vorherrschenden Bestzeiten-Wetter - die angekündigten Windböen von 40 km/h bleiben aus. In manchen Kurven der Streckenführung ziert eine dünne weiße Schicht den Kurs - Winterausrüstung ist jedoch nicht erforderlich!
"Anstieg" zum höchsten Punkt der Strecke - Hinweg
Diese Wetter- und Wegbeschaffenheitsfaktoren müssen klaglos genommen werden, wie sie einem vorgesetzt werden. Jeder ist nun für die nächsten Stunden in Selbstverantwortung. Habe ich die Hausaufgaben für den Heiligabend ordentlich erledigt? Oder besser: Habe ich auch für den Heiligabendlauf genügend trainiert? Kann ich mir überhaupt so früh am Morgen einen Zweiundvierziger antun? Wenn ich das Ding etwas schneller "anlaufe", bin ich dann auch eher fertig? Welches Lied von Helene Fischer ist mein Favorit für ihr Date mit Traumschiff-Kapitän Max Parger? Damit all diese quälenden Fragen nicht zum Martyrium werden, sucht man das Gespräch mit dem ("gleichschnellen") Mitstreiter - Ablenkung ist in so einer Situation besonders wichtig.
Höchster Punkt der Strecke - Rückweg
Nun könnte man (nach den Anfangsschwierigkeiten eines jeden Laufes) wenigstens den Faden zum Fischer'schen Schlagerkult wieder aufnehmen und weiterspinnen, um deren vorhandenes Liedgut auf einen Marathonlauf umzumünzen. Wortspiele zu ihren Hits "Atemlos" (eventuell durch den Stadtpark) oder "Von hier bis unendlich" (bezugnehmend auf das weit entfernte Ziel) wären dabei verfehlt, da sich einst mit "Marathon", ein speziell auf diese Laufdistanz zugeschnittenes Lied in ihrem Repertoire befand. Zumindest drängt sich dieser Gedanke auf, welcher sich allerdings bei genauerer Betrachtung des Textes ganz schnell in Luft auflöst - so, wie wenn man eine 3:59-er Zielzeit anvisiert und nach Prüfung der ersten 6:15-er Zwischenzeiten ganz hart auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt wird. Frau Fischer ist sicherlich noch nie einen Marathon gelaufen und kennt daher die "Qualen" und Bedürfnisse einer solchen Distanz maximal vom Hören-Sagen, denn kein Mensch auf dieser Welt zieht sich diese Rute über'n Arsch, um für Schokolade (ihrem "größten Schwachpunkt") bei einem Marathon zu sterben.
Diesjähriger Richtungswechsel - hintere Runde des Stadtparks
Schokolade als Ziel(verpflegung)? Häää? Was läuft denn da falsch? Marathonläufer treiben noch viel niederere Beweggründe auf die Distanz von 42.195 Metern. Am Heiligabend z.B. entgeht man durch das langanhaltende Rundengedrehe dem finalen Festtagsstreß. Man hat daher einfach nicht die Zeit, sich noch bis zum Mittag in Läden herumzudrücken, um die allerletzten Weihnachtsgeschenke zu besorgen oder steht in der verräucherten Küche, um Gänsekeulen für das Festmahl zuzubereiten. Diese wichtigen Dinge sollte man längst erledigt haben, wie bei der Vorbereitung auf einen Marathonlauf, den man auch nicht erst in den letzten Tagen davor mit panisch eingeschobenen Trainingseinheiten "rettet". Doch das wissen richtige Marathonis und können am "Tag X" auch ganz entspannt auf ihre (im Vorfeld getätigten) Trainingsumfänge zurückgreifen - so, wie beim gut vorbereiteten Weihnachtsfeierer die Geschenke seit Wochen parat liegen und der Festtagsschmaus nur noch auf Messer und Gabel warten muß.
Vor der neuen Fußgängerbrücke am ehemaligen Flußbad Altchemnitz
Vielleicht ist es auch das Zielbier, welches den Marathonläufer Richtung Ziellinie treibt und ihn diese auch erreichen lässt? Doch das wäre zu einfach argumentiert, da sich mittlerweile nach jedem Lauf (egal ob Wettkampf oder Training) ein Bier "als beste Medizin" auf die vorangegangenen Entbehrungen gegönnt wird. Beim Marathon und auch bei wesentlich kürzeren Läufen (wie z.B. dem Jenaer Kernberglauf) gibt es eine Art Sonderregelung, die es erlaubt, schon während des Sporttreibens den Körper mit dem Genuß von Bier wieder aufzurichten. Diese zusätzliche Mineralienzufuhr sollte allerdings maßvoll erfolgen, damit die dadurch angestrebte Verbesserung der Muskelfunktion auch gewährleistet wird. Wie viele dieser flüssigen Elektrolyte man dann nach Beendigung des Laufes zu sich nimmt, ist nahezu egal. Manch einer hält dabei an der Devise "Viel hilft viel" fest (um sich auch standesgemäß zu belohnen), ein anderer mag es lieber dezent (bei einer philosophisch anmutenden Auswertung des Laufgeschehens) und andere wollen dieses Ritual (durch Druckbetankung) einfach nur hinter sich bringen - so wie einst Schlagerikone Fischer nach getaner Arbeit (allerdings bei einer Bühnenshow statt einem Marathon!) eine Maß (alkoholfreies) Bier in nicht ganz einer halben Minute ge-ext hat. Egal wie, ein Zielbier ist Standard und daher nicht als "marathonspezifisch" im Regelwerk hinterlegt.
Verschnaufpause am Verpflegungspunkt
So viel zur Langstrecke. Die Tatsache, daß es zu den (am Heiligabend angebotenen) Unterdistanzen über 11,75 und 21,0975 Kilometer kein glorifizierendes Liedgut von Frau Fischer und ihren Kollegen gibt, verdeutlich das aschgraue Schattendasein dieser Laufstrecken. Schade eigentlich, da sich auch dort der Erfolg nicht von selbst einstellt, auch wenn man (durch die relativ späte Startzeit) das Privileg des längeren Schlafens genießt und auch das Zeitlimit (von 12 Uhr) nicht fürchten muß. Man muß gewillt (und ebenfalls trainiert genug) sein, um diese Strecken zu bewältigen. Zur Premiere des Heiligabendlaufes 2016 wurde diesbezüglich ein "Rekord für die Ewigkeit" aufgestellt, als ein überregional bekannter Ausdauersportler nur 7,7967 Kilometer dem Protokollanten übergab. Eine wirklich einmalige Aktion (abgesehen von einer der drei Grauzonen-Austragungen 2020-22), denn nie wieder hat sich ein Teilnehmer erdreistet, eine einstellige Kilometerzahl in die Heiligabendlauf-Annalen zu stellen. Er degradierte damals den ausgeschriebenen "Schnuppermarathon" zum "Bambini-mit-Puppenwagen-Lauf" - mit einem (?) Zielbier hat er sich dann trotzdem noch belohnt. Eine Frechheit!
Rundendurchlauf (und Ziellinie)
Die Nachfrage am "schnellen Heiligabend-Vormittag" war in diesem Jahr besonders groß und der neutrale Betrachter (wo auch immer er sich versteckt hielt) konnte große sportliche Leistungen begutachten - u.a. wurde der Uraltrekord (von 2019) im Halbmarathon (weiblich) um sechs Sekunden (auf 1:53:34 h) verbessert. Der Ansturm auf die insgesamt 30 Startplätze (des Einladungslaufes) war generell sehr heftig, da nach 40 Minuten die verfügbaren Startnummern vergriffen waren und (erstmals) eine Warteliste eingeführt wurde. Eine Regulierung des Ganzen, durch krankheitsbedingte Ausfälle, ließ letztendlich 28 Aktive an die Startlinien am Stadtparkteich treten. Sechs Zieleinläufe beim Marathon gab es zudem noch nie in der neunjährigen Geschichte des Laufs - dazu waren alle Marathonis im Zeitlimit (durch den verspäteten Start "nur" 4:28 Stunden) und es gab mal wieder eine weibliche Finisherin (zum dritten Mal nach 2018 auf der "flachen" und 2020 auf der "profilierten großen" Stadtpark-Runde).
Neue HM-Streckenrekordhalterin Karolin Steinbach (li.) und einzige Marathon-Frau Ute Herfurt (re.)
Insgesamt wurde an diesem Vormittag eine Strecke von offiziellen 598 Kilometern und 110,5 Metern zurückgelegt. Dafür benötigten die 28 Probanden 58:04:11 Stunden. Dabei handelt es sich nur um die Distanzen und Zielzeiten, welche im Wettkampfprotokoll erfasst wurden. Extraschleifen, die zur Streckenmarkierung oder zur "Aufhübschung" der Kilometerzahl bzw. zur "Seniorenbetreuung mit Marathon-Finish-Garantie" (Vielen Dank, Klaus-Peter!) getätigt wurden, sind hierbei nicht enthalten. Damit erhöht sich die Gesamtlaufleistung aller neun Veranstaltungen auf 3.626,5592 Kilometer in einer Zeit von 327:33:25 Stunden. Bei einer ähnlichen sportlichen Beteiligung (von rund 600 Kilometern) zur 10. Ausgabe des Weihnachtslaufes könnte die hundertfache Marathondistanz (4.219,5 Kilometer) für die Gesamtstatistik verzeichnet werden - doch das ist Zukunftsmusik!
Nach 2018, 2019, 2024 der vierte Marathonsieg: Marco Praße (diesmal durch Hundeattacke "ausgebremst")
Wie auch im letzten Jahr komme ich um eine Richtigstellung zur Streckenlänge nicht drumherum, denn dieses Mal war ich selbst von der unsauberen Aufzeichnung meiner GPS-Uhr betroffen. Schon unterwegs merkte ich, daß da einige Meter fehlen, die sich im Ziel auf eine knappe Stadionrunde summierten. Beim Halbmarathonlauf lagen die Aufzeichnungswerte sogar zwischen 20,4 und 21,3 Kilometern. Es ist also ganz klar ein "Satelittenproblem"! Die Strecke hat sich nun mal nicht verkürzt, weil es etwas kälter (als zur Vermessung mit dem Rollrad) war. Meine sonst recht genaue Daten erfassende COROS-Uhr hatte heute scheinbar keine Lust - diese Tage gibt es, die hat jeder einmal! Am zweiten Advent (nach dem Oberelbe-Marathon) prognostizierte sie mir eine 4:21 für den nächsten Marathon, der nun mit 4:20 über die Bühne ging - eine punktgenaue Einschätzung meines derzeitigen "Leistungsvermögens". Wenn ich aber den Wirrwarr an Linien in der Dokumentation meines Laufes sehe, müsste ich regelrecht volltrunken durch den Stadtpark getorkelt sein - so schlimm war es nun dann aber auch nicht, selbst wenn man meine letzten drei Runden nicht mehr in einem Atemzug mit Sport erwähnen sollte.
Scheinbar "planlos durch den Stadtpark" - COROS ausnahmsweise im Freestyle-Modus
Erwähnenswert (und dies des Lobes voll) ist wiederum der unbedingte Durchhaltewillen am Rundendurchlauf, denn dort konnte man sich der Kälte nicht einfach durch Davonlaufen entziehen (wie es den Läufern vergönnt war). Am VP wurde wieder "ganze Arbeit" geleistet, ohne die der Lauf in dieser Form nicht stattfinden könnte. Ein riesengroßes Dankeschön geht daher an Kati, Melanie, Jana, Romy, Jens, Enrico, Bruno und Martin. Außerdem bedanken wir uns für die Spenden, die wir der Elterninitiative für krebskranke Kinder Jena überweisen werden. Insgesamt 360 Euro kamen für diesen (vom Staat nicht unterstützten) Verein zusammen, der sich Kindern widmet, die dieses lebensbedrohliche Schicksal betrifft.
Aecht Schlenkerla-Rauchbier und Göller-Lager
Ein Dank auch für die kleinen Aufmerksamkeiten, die sich nach Veranstaltungsende noch offenbarten. Ich erwähne hier nur stellvertretend das "Aecht Schlenkerla Rauchbier" aus Bamberg - für die einen als Appetitzügler (Marke Ofenrohr-Geschmack) degradiert, für andere ein Geschmackserlebnis der besonderen Art. Mit "schlanken" 1.175 kcal pro Flasche ist dieses Getränk ganz offensichtlich eine Art "Fettblocker", da es mit seinem reichlich vorhandenen Nährwert dem Mund, vom Magen aus kommend, signalisiert, keine weiteren Kalorien aufzunehmen. Auf dem Rückenettikett wird es wie folgt beworben: "Aecht Schlenkerla Rauchbier, nach alter Väter Brauch und Sitt' gemäß zu Bamberg gebräuet, gekühlet und gelagert in tiefen Berges Schoß, ist ein besunder schmackhaft Lebenselexier und kommet in altehrwürdigem Hause, schon ANNO 1405 erwähnet und dermalen Schlenkerla benamst, zum Ausschank. Dieweilen aber das Gebräu beim ersten Trunk etwas fremd schmecken könnt, laß Dir's nit verdrießen, denn bald wirst Du innehaben, daß der Durst nit nachläßt, sintemalen Dein Wohlbehagen sichtlich zunimmt."
Leistungsnachweis 9. Heiligabendlauf:
Marathonlauf (42,195 km):
1. Praße, Marco (Laufverein Limbach 2000) - 3:30:49 h
2. Morgenstern, René (SV Viktoria 03 Einsiedel) - 4:08:36 h
3. Gasch, Michael (Laufverein Limbach 2000) - 4:16:49 h
4. Herfurt, Ute (Laufverein "Lauffaul sein" Altchemnitz) - 4:19:42 h
5. Steinert, Steffen (Burgstädter Laufverein) - 4:20:03 h
6. Delling, Thomas (Laufverein "Lauffaul sein" Altchemnitz) - 4:20:09 h
Ultrahalbmarathon (32,841 km):
1. Hünig, Tino (Laufverein Limbach 2000) - 3:03:24 h
Obere Reihe, v.l.n.r.: Marco Praße (1. M), René Morgenstern (2. M), Michael Gasch (3. M); untere Reihe v.l.n.r.: Ute Herfurt (4. M), Steffen Steinert (5. M), Tino Hünig (1. UHM), Thomas Delling (6. M)
Halbmarathon (21,0975 km):
1. Dr. Voigt, Carsten (Burgstädter Laufverein) - 1:39:29 h
2. Weise, Mario (SG Adelsberg) - 1:43:10 h
3. Kleinert, Sven (Burgstädter Laufverein) - 1:52:57 h
4. Zieger, Jochen (Burgstädter Laufverein) - 1:53:15 h
5. Steinbach, Karolin (Burgstädter Laufverein) - 1:53:34 h
5. Weiß, Klaus-Peter (SV Fortschritt Lunzenau) - 1:53:34 h
5. Dresig, Friedmar (Postsportverein Chemnitz) - 1:53:34 h
Teilnehmer des Halbmarathons
Ultraviertelmarathon (11,744 km):
1. Walker, Robert (SV Vorwärts Zwickau) - 58:51 min
2. Biener, Tilman (SV Viktoria 03 Einsiedel) - 1:01:30 h
3. Wollschläger, Mirko (Sportverein Zöpen) - 1:03:07 h
4. Mußmann, Heiner (Chemnitzer Polizeisportverein) - 1:05:16 h
5. Irmscher, Jeanette (Burgstädter Laufverein) - 1:10:50 h
5. Braune, Jens (LAC Erdgas Chemnitz) - 1:10:50 h
7. Kowalk, Rolf (LAC Erdgas Chemnitz) - 1:11:16 h
8. Frommhold, Anja (Einsiedler Wandervögel) - 1:16:53 h
8. Haseloff, Franziska (Hallescher FC) - 1:16:53 h
10. Reichel, Pia (Chemnitzer SG Helbersdorf) - 1:22:40 h
10. Fielitz, Ellen (Chemnitzer SG Helbersdorf) - 1:22:40 h
10. Fielitz, Tabea (Chemnitzer SG Helbersdorf) - 1:22:40 h
13. Lorenz, Heike (Laufverein Limbach 2000) - 1:23:49 h
14. Schäfer, Isa (vereinslos) - 1:27:51 h
Teilnehmer des Utraviertelmarathons über 11,75 Kilometer (Plätze 1 bis 7 - "sortiert")
Teilnehmer des Ultraviertelmarathons über 11,75 Kilometer (Plätze 8 bis 14 - "unsortiert")
Eine Allianz aus marathonspezifischer Trägheit und einem, durch Ofenrohr-Geschmack vergraulten Appetit läutet nun die Festtage ein. Mal sehen, wie lange sich die Zurückhaltung beim Kaloriennachschub ziehen lässt. Die Verlockung, über die Weihnachtsfeiertage dem kulinarischen Laster zu verfallen, ist groß. Zur Not gäbe es in zwei Tagen den x-ten Fettverbrennungslauf des Burgstädter Laufvereins, bei dem man dann nachregulieren müßte.
Am Ende eines Marathonlaufes wartet das Zielbier und keine Schokolade, Frau Fischer!
Betreuerstab:
Protokollantin + Urkundenausgabe: Kati
Verpflegung + Zeitnahme: Martin
Kampfrichter + Zeitnahme + Startnummernausgabe: Jens W.
Verpflegung + Streckenposten + Fotos: Bruno
Fotos + Streckenposten: Enrico
Fotos + Verpflegung: Melanie und Romy
Verpflegung: Jana

Der "10. Heiligabend-Marathonlauf" findet voraussichtlich am 24. Dezember 2026 statt.
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