01.01.2026 / 10:40 Uhr / 60 min. / 400-m-Bahn / 0 Hm / kein Wettkampf

Ein sportlicher Start ins neue Jahr will stets gut vorbereitet sein - daher setzt die altbewährte Jahreswechsel-Trilogie mit einer dringend notwendigen Fettverbrennung (am zweiten Weihnachtsfeiertag) an und zwingt (am letzten Tag des Jahres) für einen Alibi-Silvesterlauf noch einmal in die Laufschuhe, um tags darauf beim Neujahrsstart auf dem Rundkurs der Frankenberger Jahnkampfbahn nicht komplett neben sich zu stehen.
16. Fettverbrennungslauf des Burgstädter Laufvereins "via destinatum"
26.12.2025 / 9:45 Uhr / 10 km / 178 Hm+ / 178 Hm- / Gruppenlauf
Zwei Tage nach dem Heiligabend-Marathonlauf trifft man sich (demnach) schon wieder zum Laufen, oder besser gesagt, zum erneuten Fettverbrennen. Dafür gibt es natürlich nur eine Adresse, wo dieser feiertagsbedingten Notwendigkeit auch leistungsorientiert nachgegangen werden kann - an der Kläranlage von Heiersdorf. Da dort zum zweiten Weihnachtsfeiertag das Gelände stets verschlossen ist und die Verwertung der organisch kontaminierten "Anlieferungen" ohne Aufsicht vonstattengeht, hat sich an diesem Tag der Burgstädter Laufverein "via destinatum" federführend dem kontrollierten Abbau von überschüssigen Körperfetten angenommen. Man schießt dabei von Vereinsseite "nicht übers Ziel hinaus", ist sachlich und nicht belehrend, macht keine Unterschiede zwischen "dick" und "zu dick", nimmt faktisch jeden an die Hand, der seine Weihnachtspolsterung loswerden will. Symbolik (Kläranlage) trifft auf jahrelange Fachkompetenz (selbst in der Coronagrippesaison 2020-22 gab es maßgeschneiderte Alternativen) - eine Liason, die gar nicht anders kann und demzufolge auch ohne die allgegenwärtigen, KI-unterstützten Vorher-Nachher-Bilder auskommt.
Das Vorher-Bild auf dem Spielplatz neben der Kläranlage
Das Teilnehmer-Startbild auf dem Spielplatz ist Pflicht und wird im gewohnten Breitbildformat angefertigt. Doch das ist auch schon der einzige Tagesablaufpunkt, der sich jährlich gleicht, denn weitere zu eingeschliffene Abläufe wären Gift für das Erfolgsmodell der Burgstädter und so wird dem "Fettverbrenner in spe" diesmal auf ganz besondere Art und Weise "Feuer unter'm Arsch" gemacht. Man schürt, durch vereinzelt aufgesprühte Hinweise (die "Lebensgefahr" suggerieren), gezielt Ängste, um somit die Darmflora anzuregen, sich möglichst noch auf der Laufrunde vom "Magengrummeln" zu befreien. Eine perfide Methode, welche aber dem angedachten Zweck dient und somit nichts Verwerfliches darstellt. Es mußte ja ein neuer Anreiz gesetzt werden, denn nur das immerwiederkehrende Passieren des diabolisch anmutenden Ortes namens "Höllmühle" verlor im Laufe der Jahre seinen einst gefürchteten Ruf.
Lebensgefahr rund um die Höllmühle - der Burgstädter Extrem-Laufverein kennt keine Furcht!
Selbst einigen alteingesessenen Burgstädtern ist die "lebensgefährliche" Runde um die Höllmühle zu heftig, denn nur die Hälfte der Fettvernichtungsinteressenten wird daran teilnehmen. Während des Laufes werden diese allerdings keinerlei Gefahr für Leib und Leben feststellen, dies aber nach außen nicht publizieren, um die wieder auflebende Legende des (angst)schweißgebadeten Fettabbaus nicht zu diskreditieren.
Das Nachher-Bild (verlorenes Fett ist wieder 1:1 aufgefüllt)
Es gibt allerdings noch eine weitere Ungereimtheit, denn das abgewandelte Herberger-Zitat "Nach dem Lauf ist vor dem Lauf" hat in Burgstädter Kreisen eine völlig andere Bedeutung - Fettverbrennung funktioniert nun mal nicht endlos, irgendwann wäre sämtliches Körperfett verbraucht und das Geschäftsmodell "Fettverbrennungslauf" damit Geschichte. Das dies nicht passiert, wird sofort gegengesteuert. Mit möglichst "schnellem Erfolg" versucht man, das eben stattgefundene Fettverbrennen wieder zu egalisieren und den Zustand des Körpers auf den des Körpers von "vor dem Lauf" zurückzusetzen. Kohlehydratreiche Kost wird im Anschluß an den Sport in Größenordnungen vertilgt, um keinerlei körperliche Defizite zu offenbaren. Zudem wartet am Klettergerüst auch schon der Fotograph für das Positionieren der Teilnehmer zum möglichst (dem Vorher-Bild) identischen Nachher-Bild, für das keinerlei künstliche Nachbehandlung vorgesehen ist. Das fotographische Ergebnis ist beängstigend deckungsgleich und ein erneuter Fettverbrennungslauf wäre von Nöten.
6. Jahresabschlußmaßnahme des LV Limbach 2000
31.12.2025 / 10:05 Uhr / 3,3 km / 20 Hm+ / 20 Hm- / + längere Distanzen
Silvester - Tag 365 und das Jahr 2025 ist rum! Naja, noch nicht ganz - über den Tag verteilt, gibt es da noch Silvesterläufe, wie den vielgepriesenen Sand am Meer oder eben den Sand im Getriebe des eigenen Bewegungsapparates. Da diese Mobilitätsstörung nicht dazu berechtigt, an den prestigeträchtigen Jahresabschlußläufen in Bozen, Werl/Soest oder Trier teilzunehmen, ja nicht einmal für die Runden im Chemnitzer Küchwald oder um den Schneeberger Filzteich im Erzgebirge legitimiert, gibt es die "sportliche Notlösung" im Limbacher Waldstadion - mit ihrer weltweit einzigartigen Honorierung der frühmorgendlichen Silvester-Ertüchtigung.
Gemütliches Rundendrehen im namensgebenden Gehölz des Waldstadions
Dort trifft man sich ganz ungezwungen im kleinen Kreis, da der Großteil des Vereins als Wettkampfkader auf Reisen ist. Man vereinbart eine Runde durch den nahegelegenen Wald, die jedoch recht schnell abgehandelt werden sollte. Schließlich darf das für den "gemütlichen Teil der Veranstaltung" bereitstehende Bier nicht warm und den Teilnehmern nicht kalt werden. Trotz Verwerfen des Wettkampfgedankens zerreißt das Teilnehmerfeld, der Blickkontakt untereinander geht weitestgehend verloren und das Koordinieren der (gemeinsamen) Laufrunde ist nicht mehr gegeben. Jeder kämpft quasi für sich (und seine noch zu erledigende Jahresbilanz) - die Abstände beim Eintreffen im Waldstadion sind dementsprechend unübersichtlich.
Siegerehrung im Waldstadion, obere Bilder: M60 und W60 - untere Bilder: M55 und M50
Diese Konstellation spielt mir nun bei der "Siegerehrung" in die Karten (die ich symbolisch für den sportlichen Werdegang für 2025 gesehen, zu Beginn des Jahres bei der Katerlauf-Tombola gewann). Am letzten Tag vor meinem Wechsel in die nächsthöhere Altersklasse gelingt mir tatsächlich noch das Nonplusultra: ich erklimme den höchsten Platz des stark besetzten M50-Podestes. Hierbei kommen allerdings nicht besonders gute läuferische Qualitäten zur Geltung ("Null Ouvert"), sondern die Reihenfolge beim Einlauf im Waldstadion gibt den Ausschlag für die Plazierungen. Doch was ist daran das Limbacher-Silvesterlauf-Alleinstellungsmerkmal? Bestimmt nicht überall die Einlauffolge auch die Rangfolge? Richtig, auch in Limbach ist das so - nur hier und heute ist es egal, welche Distanz man dafür benötigte. Eine gemütlich absolvierte Kurzstrecke sichert demnach einen zeitigeren Zieleinlauf, als es der Lang-und-hastig-Ausflug vermag - und genau hier liegt der Schlüssel für meinen unerwarteten Altersklassenerfolg.
31.12.2023: Was auch immer hier geehrt wird? In Limbach scheinbar "alles", Hauptsache gegen die Norm!
Nachfolgend die Einlaufliste, für die jeglicher Protest ungültig ist:
1. Glöckner, Wolfgang (LV Limbach 2000) - 1. M80 (Obmann Buffet und Getränke)
1. Keinert, Heiko (LV Limbach 2000) - 1. M55 (3,3 km, Vorausläufer)
3. Dobritz, Andreas (ehem. LV Limbach 2000) - 1. M60 (3,3 km, Wimpernschlagfinalsieger)
3. Schneider, Jörg (LV Limbach 2000) - 2. M60 (3,3 km, Wimpernschlagfinalzweiter)
5. Delling, Thomas (LV Limbach 2000) - 1. M50 (3,3 km, "im gebührenden Abstand")
6. Herfurt, Ute (LV Limbach 2000) - 1. W60 (ca. 5 km, solider Tempolauf)
7. Kühnert, Jens (LV Limbach 2000) - 2. M50 (ca. 6 km, solider verlängerter Tempolauf)
8. Hünig, Tino (LV Limbach 2000) - 3. M50 (ca. 10 km, verspäteter Start in Eigenregie)
Jahresausklang im Limbacher Waldstadion (zu vorgerückter Stunde)
Rein theoretisch könnte man nun bis (zum Eintreffen der Fußballer) gegen 17 Uhr in der "Empfangshalle" des Waldstadions das Jahr ausklingen lassen, doch so lang war das Jahr ja nun auch wieder nicht (Kein Schaltjahr!) und die "Geschichten" mit Bezug zu 2025 sind relativ schnell erzählt, trotz immer wieder von ihren Wettkampfreisen eintrudelnder Vereinsmitglieder. Also ist der Nachmittag für die Inventur der sportlichen Aktivitäten vorbehalten. Das Jahr 2025 bringt dabei noch kleinere Zahlen zu Papier, die man nach der "schwachen" 2024-er Abrechnung kaum für möglich gehalten hätte: Insgesamt 122-mal knotete ich die Schnürsenkel meiner Laufschuhe, war demnach 61-mal läuferisch unterwegs. Die dabei zurückgelegten 1.050 Kilometer mit insgesamt 13.925 Metern im Anstieg ergeben einen Schnitt von 17,2 km und 228 Hm+. Damit summiert sich die Gesamtlaufleistung (seit 2007) von 1.895 "Einheiten" auf 43.120 Kilometer mit 703.969 positiven Höhenmetern. Drei Wettkampfteilnahmen (117,704 km mit 2.010 Hm+) erhöhen die Anzahl der Wettkampftätigkeit nur minimal auf 433 (Gesamt seit 2007: 12.352,9 km / 357.029 Hm+). Auch Wandern (39x mit 676,3 km und 29.862 Hm+), Skilanglauf (1x Kammloipe mit 29,2 km und 460 Hm+) sowie Radeln (9x "ü100" mit 1.262,9 km und 11.408 Hm+) kamen 2025 nicht so recht in Gang - also: Aktendeckel zu, morgen beginnt ein neues Kapitel!
44. Frankenberger Katerlauf des SV Turbine 1948 Frankenberg
01.01.2026 / 10:40 Uhr / 60 min. / 400-m-Bahn / 0 Hm / kein Wettkampf
Das alte Jahr endet meist mit viel Feuerwerk, welches kurz darauf in einer Nebelglocke verschwindet. Der Mantel des Verdrängens legt sich über 2025 und mit dem Aufklaren am Morgen beginnt ein neuer Lebensabschnitt. Dieser ist geprägt von Tatendrang und Optimismus, der sich jedoch in den nächsten Tagen und Wochen ziemlich schnell wieder legen wird und somit dem Alltagstrott platzmacht. Doch das ist des Pessimismus zu viel! Schwungvoll beginnt der Neujahrsmorgen, Treffpunkt: Jahnkampfbahn Frankenberg. Der 44. Katerlauf ruft zum sportlichen Jahresauftakt, dem rund 160 Leute folgen.
Meine Startnummer vom Heiligabend-Marathon als "Glücksbringer" an der Sporttasche zum 44. Katerlauf
Doch nicht nur der sportliche Teil lockt zum Rundendrehen ins Stadionrund, auch eine Tombola ist jährlich gern hingenommenes Beiwerk. Zum 44. werden diesmal 44 Preise unters Volk gebracht - bei 160 Möglichkeiten eine Chance von 1:4. Im Vorjahr gewann ich in der Verlosung ein Skatblatt und prognostizierte mir schon ein Abtriften in die Glücksspielszene, welches erfreulicherweise ausblieb. Nun werden die Karten neu gemischt und es geht (nach kollektivem Aufwärmgehampel) auf die schneebedeckte Tartanrunde. Die zwei zurückgelegten Kilometer von vor einem Jahr sind dabei schnell auf der Uhr und am Ende werde ich die "10" nur knapp verfehlen, wie auch den angestrebten (und sichergeglaubten) Tombolagewinn. Auch Ute (mit über 10 km Laufstrecke) wird das Tombolaglück verwehrt. Heiko, der Dritte im Bunde, müßte demnach (statistisch gesehen) ebenfalls leer ausgehen, gewinnt aber eine Reisetasche und wird folgerichtig schon am Nachmittag Richtung Flughafen unterwegs sein - sein Reiseziel nennt er uns nicht.
Einstündiges Rundendrehen zum Jahresauftakt in Frankenberg
Es fällt schwer die schlechte Laune (des Auslospeches) zu verbergen, als wir uns noch gemeinsam im Sozialtrakt der Sportstätte Pfannkuchen hinter den Gaumen schieben. Dies scheint solch markante Züge anzunehmen, daß wir uns regelrecht die Tüte Mitleid erbetteln und von den Organisatoren einen nicht abgeholten Tombolagewinn, in Form eines Kalenders, angeboten bekommen. Auch wenn es moralisch verwerflich erscheint, greife ich (während Ute noch zögert) zu. Es ist ähnlich der Quotenregelung im richtigen (?) Leben - man bekommt etwas zugeschanzt, für das man gar nicht berechtigt ist, nimmt es aber trotzdem an. Apropos Quote: diese sieht nun doch viel freundlicher aus, dem 1:4 steht nun ein 2:1 entgegen. Ich hatte das (nachträgliche) Glück, das man doch jedem Menschen zu Beginn des neuen Jahres mit auf den Weg gibt. Glückstrahlend wird Heiko seine Reise antreten, während mir (und auch Ute mit einbeziehend) der nachgereichte Kalender einen Überblick über die vielen (glückseligmachenden) Urlaubstermine von 2026 verschaffen wird - so schnell ist die Quote von 1:4 auf 3:0 gedreht und allen ein glücklicher Start ins neue Jahr beschert!
Immerhin 1.470 Kilometer "Laufleistung" im Winter-Quartal: der Brauer mit Zigarre und Bierkrug
Trotz "vollen Terminkalenders" muß das Lauftraining wieder intensiviert werden. - so viel steht fest! Als Motivator dafür wird mir, der ebenfalls in der M55-er Altersklasse startende Bierbrauer (Jg. 1970) der Einsiedler Weihnachtspyramide zur Seite stehen. Stets für alle Passanten sichtbar, dreht dieser doch recht unscheinbare Ausdauersportler Runde um Runde, konstant, wie ein Uhrwerk. Was dabei niemand großartig hinterfragt, ist sein sportlicher Fußabdruck, den er hinterlässt. Nur wer genauer hinsieht, weiß die Leistung des "Rundendrehers" gebührend einzuschätzen. Er ist ein wahrhaftes Sportidol, denn immerhin wird sein Trainingstagebuch auch in diesem Winterquartal (von Dezember bis Februar) 1.470 zurückgelegte Kilometer erfassen - und das zigarrerauchend, mit einem Bierkrug in der Hand. Die vermittelte Botschaft ist klar: Wenn man diese Distanz nicht einmal in Laufbekleidung schafft, sollte man sein Hobby wohl besser aufgeben und sich ausnahmslos dem Zigarren- und Biergenuß hingeben.
waldundwiesensport.de wünscht ein gesundes neues Jahr!





