21.04.2014 - 10:30 Uhr - 64,86 km / 980 Hm+ / 980 Hm- (Trainingslauf)

Osterhasen? Fehlanzeige!
Nicht mehr lang, dann ist die offizielle Chemnitz-Umrundung im Gange. Aus diesem Grund tätigten Siggi und Tilo am Oster-Sonnabend noch einen "Kontrollgang" auf der Chemnitzer Südseite. Danach drang von den beiden allerdings nichts nach außen. Gibt es also irgendwo unterwegs noch "Baustellen", die das Unternehmen "Rund um Chemnitz" ins Wanken bringen könnten? Diese Ungewißheit ließ mir keine Ruhe. Verheimlichen die zwei etwa irgendwas?
Deshalb begab ich mich am Ostermontag als "unabhängiger Sachverständiger" im stillen Auftrag der "Rund um Chemnitz"-Läufergemeinschaft auf den Kurs - getreu dem Uljanow'schen Motto: "Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser!".
Ich machte mich also auf den Weg zum Wassertretbecken am Einsiedler Niederwald, wo ich in die Runde einstieg. Immer auf der Originalstrecke laufend, gab es keinerlei Beanstandungen auszumachen. Die mitgeführte Mängelliste blieb in der Aktentasche und so konnte ich während der gesamten Tour ausschließlich die Freuden des Laufsports genießen. Nur die Brücke an der "Ölbude" in Klaffenbach ist auch weiterhin defekt und wird es wohl noch eine ganze Weile bleiben. Zudem muß der "Heinersdorfer Bergsprint" entgegengesetzt einer Einbahnstraße durchgeführt werden. Das sind aber hinlänglich bekannte Tatsachen, welche hingenommen werden müssen.

Adelsberg (ich halte den Hund des Fotografen!) ... ... Totenstein (ich halte den Fotoapparat!)
Aufgrund der perfekten Wegbeschaffenheit sparte ich mir dann den Streckenabschnitt Harthwald - Wassertretbecken. Was sollte da jetzt noch kommen, außer einem langgezogenen Anstieg hoch zum Aussichtspunkt "Pappel"? Da war es doch viel angenehmer den Verpflegungspunkt "Harthwald" in Anspruch zu nehmen und so der eigenen Dehydrierung vorzubeugen.
Über eine Stunde verweilte ich bei Jens, dem ehemaligen "Rund um Chemnitzer". Es gab viel auszuwerten und so sorgte das zweite Bier und die lange Rast bei meinem Aufbrechen für einen unrunden Laufstil der Extraklasse. Jens' Gelächter darüber schallte noch lang durch die Wipfel des Harthwaldes. Die restlichen rund 3 Kilometer bis heim wurden mit diesem Hohn im Gehör nochmal richtig hart.
Nach 8:03:02 Stunden (Brutto-Lauf- und Saufzeit) war dann die Streckenabnahme gegen 18:30 Uhr vollbracht. Acht Stunden harte Feiertagsarbeit bei "Wasser und Brot", hoffentlich wissen das Siggi und Tilo zu schätzen. Ich allerdings weiß nun auch ihr Verpflegungsangebot während der Runde zu schätzen, schließlich war ich mit nur einem Gel und einem Früchteriegel gestartet. Da hieß es haushalten und nicht prassen, denn nach rund 44 Kilometern gab es zum ersten Mal was zu trinken. Das ist glücklicherweise am 3. Mai nicht so ...

Himmelschlüsselwiese in Glösa Die "Brücke des Todes"* in Klaffenbach
* aus "Die Ritter der Kokusnuß"





